Projekt “Inklusiver Landkreis”

Aufbruch zu mehr Gemeinsamkeit

Mehr gesellschaftliche Teilhabe und weniger Barrieren im Alltag – dafür steht das Projekt “Inklusiver Landkreis”, das besonders die Perspektiven und Interessen von Menschen mit Behinderung und Menschen im Alter in den Mittelpunkt rückt. Die Teilhabe dieser Gruppen soll gestärkt werden, um ungewollter Vereinsamung vorzubeugen und soziale Isolation zu bekämpfen. Das Projekt folgt dem Kerngedanken von Inklusion, nach dem jeder Mensch die Chance auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft haben sollte.

Während der zweijährigen Projektlaufzeit werden Ist-Stand, Bedarfe und Beteiligungsinteressen in den gegebenen Sozialräumen auf kommunaler Ebene erhoben. Gleichzeitig sollen Initiativen angeregt und die Bevölkerung zur Mitwirkung eingeladen werden. Das Projekt möchte zudem für Fragen der Inklusion sensibilisieren und Vernetzung fördern. Ein Ergebnisbericht wird in Form eines Teilhabe- und Altenplans erstellt, der neben Analysen auch Handlungsempfehlungen für die Politik und die Gesellschaft enthalten wird.

Gemeinsamkeit fördern – Gemeinschaft stiften

Sie möchten an Ihrem Wohnort etwas bewegen? Sie suchen Mitstreiter:innen? Sie wünschen sich Informationen zu Fördermöglichkeiten? Teilen Sie uns Ihre Ideen mit. Auch kleine, ganz niedrigschwellige Initiativen können viel bewegen. Engagement hat Ansteckungskraft! Alle können in ihrem Wirkungskreis eine Welle der Veränderung anstoßen. Kontaktieren Sie uns – am besten direkt über die Beteiligungsplattform des Landkreises Gießen.

Projekt “Sozialraumplanung Inklusiver Landkreis – partizipativer Teilhabe- und Altenplan”

Dr. Michaela Fink

Fachdienst 50 – Soziales und Senioren

Riversplatz 1-9, 35394 Gießen

Telefon: 0151 65587925

E-Mail: projekt-inklusiver-landkreis@lkgi.de

Positivbeispiele für gesellschaftliches Miteinander

Es gibt bereits viele Positivbeispiele – bei uns im Landkreis und anderswo: Dorfcafés, Nachbarschaftshilfen, Gemeindeschwestern, inklusive Wohnprojekte, Gemeinschaftsgärten, kostenlose Bürgerbusse für Privatfahrten oder Gemeinschaftsunternehmungen, Wegbegleiter:innen für Menschen mit Demenz, inklusive Sportangebote, barrierefreie Bushaltestellen, Digital-Lotsen und Smartphone-Pat:innen, Integrations-Lotsen, Mittagstische gegen Einsamkeit, Repair Cafés, Singen im Chor für Menschen mit und ohne Demenz, Gemeinswesenarbeit, Spontan-Helfer:innen für Nachbarschaftshilfe, Dorfkümmerer:innen, Vorleser:innen – ein bunter Blumenstrauß an Initiativen und Möglichkeiten.

“Angesichts aktuller Krisen begreifen immer mehr Menschen, dass die Frage, was wir eigentlich alles selbst tun können, neu auf den Tisch kommt. Und darin liegen auch Chancen für unsere Gesellschaft – die Möglichkeit für einen Aufbruch zu mehr Gemeinsamkeit. Wir brauchen Räume, an denen etwas Neues entstehen kann. Die Politik kann Rahmenbedingungen schaffen, die mehr Gemeinsamkeit ermöglichen. Gemeinschaft selbst kann nur aus dem Zusammenwirken der Menschen entstehen.”

Dr. Michaela Fink

Beauftragte des Projekts “Inklusiver Landkreis”

Veranstaltungen

  • 22. Juni 2023: Auftaktveranstaltung des Projekts “Inklusiver Landkreis” (Den Eingangsvortrag hat der Soziologe Prof. Dr. Gronemeyer von der Justus-Liebig-Universität Gießen gehalten. Hier finden Sie die Aufzeichnung des Vortrags.)
  • 22. März 2024: Sorgenetz – Eine Region im Dialog (Den Impulsvortrag zum Thema “Sorgende Gemeinschaften” hat Prof. Dr. Andreas Heller gehalten. Hier finden Sie die Aufzeichnung des Vortrags.)
  • 26. April 2024: Bürgerdialog in Biebertal (Weitere Informationen werden an dieser Stelle folgen.)