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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Huhn Symbolfoto

Wiederanstieg des Geflügelpestrisikos

Seit dem 09. Mai.2021, gilt im Landkreis Gießen keine Aufstallungspflicht mehr. Das aktuelle Geflügelpestgeschehen in Deutschland war zuletzt zwar rückläufig, jedoch geht die aktuelle Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Institutes inzwischen wieder von einem hohen Risiko des Aufflammens/Wiedereintrags und der anschließenden Ausbreitung in Wasservogelpopulationen aus. Als Grund ist der herbstliche Wasservogelzug und die Zunahme der Vogeldichten an Rastgebieten zu nennen. Das Risiko der Einschleppung der Geflügelpest durch Wildvögel in Hausgeflügelbestände und zoologische Vogelbestände wird nun wieder als mäßig eingeschätzt (Stand 13.09.2021).

 

In Hessen wurde der letzte infizierte Wildvogel Mitte März in der Stadt Offenbach gefunden. Der letzte Ausbruch bei Hausgeflügel in Deutschland wurde am 25.06.2021 gemeldet, In nordischen Ländern Europas wurde konstant über den Sommer hinweg bei Wasser- und Greifvögeln Geflügelpest nachgewiesen. Dies zeigt, dass im Gegensatz zu früheren Geflügelpestausbrüchen das Geschehen in Europa nicht vollständig zum Erliegen gekommen ist.

 

Über Geflügelpest allgemein

Geflügelpest, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste hochansteckende anzeigepflichtige Tierseuche. Das natürliche Reservoir sind wilde Wasservögel, die insbesondere im Rahmen des Vogelzugs über große Entfernungen die aviären Influenzaviren verbreiten. Diese Viren treten in zwei Varianten und verschiedenen Subtypen auf. Hochpathogene aviäre Influenzaviren können bei Nutzgeflügel, insbesondere bei Enten und Gänsen, eine schwere allgemeine Erkrankung mit hohen Tierverluste verursachen. Geringpathogene aviäre Influenzaviren hingegen verursachen meist kaum oder nur milde Krankheitssymptome.


In Deutschland sind seit dem 30.10.2020 zahlreiche Fälle bei Wildvögeln und Ausbrüche bei Nutzgeflügel -vorwiegend in den Küstenregionen festgestellt worden. Vor dem Hintergrund des Vogelzugs empfiehlt das Institut eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber Wildvogel-Totfunden und die dringende Einhaltung der nach der Geflügelpest-Verordnung vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen. Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln sollten unbedingt verhindert werden. Geflügelhalter sollen sich auf eine mögliche amtlich angeordnete Aufstallungspflicht vorbereiten und Notfallpläne erstellen.Das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in Geflügelhaltungen Richtung Mittel- und Süddeutschland wird als hoch eingestuft. Vor dem Hintergrund des Vogelzugs empfiehlt das Institut eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber Wildvogel-Totfunden und die dringende Einhaltung der nach der Geflügelpest-Verordnung vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen. Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln sollten unbedingt verhindert werden. Geflügelhalter sollen sich auf eine mögliche amtlich angeordnete Aufstallungspflicht vorbereiten und Notfallpläne erstellen.


Das Tierwohl muss innerhalb einer möglichen -auch wochenlang dauernden- Aufstallungspflicht neben dem Schutz der Gesundheit der Tiere, an oberster Stelle stehen.


Melden Sie tot gefundene Wildvögel

Wildvogeltotfunde insbesondere von Wasservögeln, Greifvögeln, Eulen und Schreitvögeln sollen dem Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz gemeldet werden,

 

 

 

 

Online-Tests zur Einschätzung des betriebsindividuellen Eintragsrisikos

 

Um zu ermitteln, wie groß das Eintragsrisiko von Geflügelpest oder ASP ist, hat die Universität Vechta Online-Tests entwickelt. Mithilfe eines Fragebogens wird das betriebsindividuelle Risiko bewertet. Die Ergebnisse werden anhand eines Ampelsystems ausgewertet, so dass Betriebsinhaber leicht erkennen können, ob und wo Optimierungsbedarfs bei der Biosicherheit ihres Betriebes existiert. Hier gelangt man zur Risikobewertung.

 

 

Eine Checkliste, die hilft, die Einschleppung der hochpathogenen aviären Influenza (Geflügelpest) zu vermeiden, hat das Friedrich-Loeffler-Institut erarbeitet.

Coronavirus

Alle Informationen zum Coronavirus im Landkreis Gießen sind zu finden unter corona.lkgi.de

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