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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

DigitalerFuehrerscheinantrag(13.01.2022) Ab sofort kann der Führerscheinantrag komplett digital und bequem von zuhause erfolgen. Damit ist der Landkreis Gießen der vierte Landkreis in Hessen neben dem Main-Kinzig-Kreis, dem Main-Taunus-Kreis und dem Rheingau-Taunus-Kreis, in dem diese Dienstleistung online möglich ist. Beantragt werden können die Ersterteilung einer Fahrerlaubnis wie beispielsweise ein Auto- oder Motorradführerschein. Digitale Lösungen für das Begleitete Fahren ab 17, den internationalen Führerschein und die Erweiterung einer bestehenden Fahrerlaubnis werden folgen.


„Die Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen schreitet voran und den Führerschein online zu beantragen, ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Das Ziel ist die Umsetzung des Onlinezugangsgesetztes, denn bis Ende 2022 sollen bundesweit sämtliche onlinefähigen Verwaltungsleistungen elektronisch zur Verfügung gestellt werden. Als hessenweit vierter von insgesamt 21 Landkreisen bieten wir mit dem digitalen Führerscheinantrag nun einen weiteren bürgerfreundlichen Online-Service.“ Zu finden ist der digitale Führerscheinantrag unter www.lkgi.de/digitalerfuehrerschein. Voraussetzung für die Nutzung ist ein PC, Laptop, Tablet, Smartphone oder sonstiges mobiles Endgerät, ein Personalausweis oder Aufenthaltstitel mit aktivierter Online-Funktion und ein NFC-fähiges Smartphone oder Kartenlesegerät zum digitalen Ausweisen – inzwischen sind fast alle Smartphones mit dieser Technologie ausgestattet. Wer einen Antrag stellt, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Zur Auswahl stehen die Fahrerlaubnisklassen AM, A1, A2, A, B, BE, L und T sowie deren Kombinationen.


Selfie-Funktion ermöglicht biometrisches Lichtbild über Smartphone


„Der digitale Führerscheinantrag wird für viele Kundinnen und Kunden, aber auch für das Team der Führerscheinstelle eine Verbesserung darstellen“, sagt Verkehrsdezernent Christian Zuckermann. „Wer die Fahrschule absolviert, kann den Führerschein bequem vom PC oder Smartphone beantragen und bezahlen dank der Authentifizierung mittels Online-Ausweisfunktion sowie dem E-Payment. Durch das automatisierte Übertragen der Antragsdaten in das Fachverfahren entfällt das manuelle und damit zeitaufwändigere Einpflegen von Papieranträgen.“ Benötigte Nachweise wie das biometrische Lichtbild, die Unterschrift, der Sehtest und die Erste-Hilfe-Bescheinigung können im Verlauf des Antragsprozesses digital hochgeladen werden. Eine Besonderheit stellt die sogenannte Selfie-Funktion dar, mit der das biometrische Lichtbild ganz einfach über die Kamera des Smartphones erstellt werden kann. Die Biometrie wird durch eine spezielle Software der Bundesdruckerei sichergestellt. Zudem kann der Antrag sowohl in Deutsch als auch in Englisch angezeigt werden. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir lobt: „Der digitale Antrag erspart den Weg zur Behörde. Für die Bewerberinnen und Bewerber ist das eine Erleichterung und für das Klima ein Gewinn. Denn Fahrten zur Fahrerlaubnisbehörde fallen genauso weg wie viele Stapel Antragspapier.“


Standardisierte Schnittstelle in Deutschland erstmalig verwendet


Im Landkreis Gießen kommt bundesweit zum ersten Mal eine standardisierte Schnittstelle für die Übertragung der Antragsdaten in das Fachverfahren des IT-Dienstleisters GekoS mbH zum Einsatz. Diese soll deutschlandweit bei der Einführung des digitalen Führerscheinantrages genutzt werden. Dahinter steht das sogenannte EfA-Modell („Einer für Alle“): Hierbei entwickelt ein Bundesland eine zentrale Lösung, welche anschließend anderen Ländern und Kommunen für die Nachnutzung zur Verfügung gestellt wird.


Bei der Digitalisierung des Führerscheinantrags hat das Land Hessen eng mit dem Bundesverkehrsministerium sowie dem Bundesinnenministerium zusammengearbeitet. In Hessen erhalten die ersten 1000 Antragstellenden einen Rabatt von 25 Euro. Der digitale Führerscheinantrag ist Teil des gemeinsamen Vorhabens von Bund, Ländern und Kommunen, alle wesentlichen Behördengänge bis Ende 2022 auch digital zu ermöglichen. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) liefert hierzu die gesetzliche Grundlage (www.onlinezugangsgesetz.de). Im Rahmen der Umsetzung des OZG werden rund 575 Verwaltungsleistungen digitalisiert, sodass Antragstellende zukünftig Verwaltungsleistungen komplett online beantragen können.

Coronavirus

Alle Informationen zum Coronavirus im Landkreis Gießen sind zu finden unter corona.lkgi.de

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