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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Michael Schöneck von der Kelterei Kaes öffnet den vollbeladenen Hänger.Typisch hessisch ist nicht nur der bekannte Äbbelwoi, sondern auch die Streuobstwiese. Gerade diese Flächen, auf denen die Äpfel für die heimische Apfelweinproduktion wachsen, sind bedroht.


Die Bäume werden immer weniger gepflegt, geschnitten oder abgeerntet. Deshalb nimmt die Zahl der Streuobstwiesen im Landkreis beständig ab. Dabei sind diese nicht nur nützlich für die Obstproduktion, sondern bieten auch vielen heimischen Tierarten einen Lebensraum.

 

Daher will die Landschaftspflegevereinigung Gießen (LPV) etwas gegen den Rückgang der heimischen Streuobstgebiete unternehmen. Rund
33.000 Euro hat sie unter anderen für das Gebiet in der Hohl in Reiskirchen von Land und Bund erhalten. Geplant ist, Ersatzpflanzungen vorzunehmen und die alten Bäume durch Pflegeschnitte möglichst lang zu erhalten.


Im Auftrag der LPV hat sich die Arbeitsloseninitiative in Reiskirchen dieser Aufgabe angenommen. Auf der Streuobstwiese „Hohl“ haben sie die Früchte gesammelt und sie mit der LPV gemeinsam zu der kürzlich eröffneten Kelterei Kaes in Bettenhausen gefahren. Dort verarbeitet der Gründer Michael Schöneck mit seiner Familie die Früchte zu Saft.Die Arbeitsloseninitiative bekommt für den Einsatz die Hälfte des Saftes zur weiteren Verwendung. Die andere Hälfte ist zum Selbstkostenpreis für Reiskirchener Bürgerinnen und Bürger in der Gemeindeverwaltung erhältlich.

 

Der Landkreis Gießen setzt sich schon lange für den Erhalt der heimischen Streuobstwiesen ein. Für die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl ist dieses Projekt ein Erfolg. „Für die Bewahrung der Streuobstwiesen ist jede neu geschaffene Verarbeitungsstelle wichtig, denn die Kelterei Kaes nutzt Apfel und Birne, hierdurch wiederum behalten die Streuobstbestände ihre Bedeutung und erfahren Schutz durch die Nutzung“, sagt Schmahl, die gleichzeitig auch im Vorstand der LPV aktiv ist. Durch dieses Projekt und die neue Kelterei sollen wieder mehr Menschen dazu gewonnen werden, ihr eigenes Obst zu nutzen und die Bäume auch zu pflegen.Dresscode Gummistiefel

 

Neben verschiedenen Säften wie dem traditionellen Apfelsaft stellt Herr Schöneck in seiner Kelterei auch Apfelwein und sogar Apfelsecco her und bietet diese zum Verkauf.
Interessierte finden weitere Informationen auf der Internetseite der Kelterei Kaes (https://apfelweinkaes.de/) und auf der Homepage der Landschaftspflegevereinigung (https://www.lpv-giessen.de/).

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