Projekte des Landkreises

Im Folgenden werden die Projekte vorgestellt, die mit Hilfe von Fördermitteln finanziert werden.

Einen Überblick zur Arbeit des Klimaschutzteams bieten die Klimaschutzberichte.

Sanierung der Lüftungs- und Beleuchtungsanlage der Willy-Brandt-Schule in Gießen

In der Berufsschule Willy-Brandt in Gießen werden alle alten Lüftungsanlagen komplett erneuert und durch moderne, sparsame und effiziente Neuanlagen ersetzt. Dazu wird umfassende Gebäude- und Regelungstechnik eingesetzt sowie der Branschutz aller Lüftungsanlagen im gesamten Gebäude erneuert und an die neuen Anforderungen des Gebäudes angepasst. Bislang wurden die innenliegenden Flure vor den Klassenräumen be- und entläuftet. Zukünftig werden auch die Klassenräume bedarfsgerecht be- und entlüftet. Insgesamt werden elf Lüftungsanlagen aus dem Jahr 1981 durch neue energieeffiziente Anlagen ersetzt.

Es wird die gesamte Beleuchtungsanlage erneuert und durch moderne, sparsame und effiziente Neuanlagen ersetzt. Dabei werden LED-Leuchten mit tageslichtabhängiger und präsenzabhängiger Steuerung installiert.

Laufzeit des Vorhabens: 01.04.2020 – 31.12.2025

Förderkennzeichen: Lüftung 03K12726 und Beleuchtung 03K13555

Link zum Projektträger Jülich: www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Sprektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Umsetzungsstandort: Carl-Franz-Straße 14, 35392 Gießen

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Unterstützung der Kommunen des Landkreises

Der Landkreis Gießen hat eine Personalstelle eingerichtet, die sich um die Koordination, Vernetzung und Unterstützung der Kommunen sowohl bei der THG-Bilanzierung als auch bei der Projektplanung, Fördermittel-Akquise und -Administration im Bereich Klimaschutz kümmert. Durch ein abgestimmtes, kreisweites Vorgehen im Klimaschutz können die größten Erfolge erzielt werden.

Zu den Aufgaben dieser Stelle gehört die Organisation und Moderation von einem regelmäßigen Austausch sowie die Vernetzung zwischen den kommunalen Klimaschutzmanager:innen im Landkreis Gießen.

Auch die Aufbereitung von Daten und deren Bereitstellung für die Kommunen ist eine zentrale Aufgabe. Diese Daten können zum Beispiel für die kommunale Wärmeplanung, Treibhausgasbilanzierung sowie Identifizierung von Potenzialen für erneuerbare Energien genutzt werden und sparen den Kommunen Arbeitsaufwand und finanzielle Ressourcen. Auch das kontiniuierliche Daten-Monitoring findet durch diese Stelle statt.

Hintergrund

Der Landkreis Gießen hat 2016 an der Exzellenzförderung Masterplan 100% Klimaschutz teilgenommen. Im Rahmen dieses Projekts haben alle Kreiskommunen ein Klimaschutz-Kurzkonzept erhalten. Dies war die Grundlage für die Förderung von Klimachutzmanager:innen in bisher 14 Kommunen. In den vergangenen Jahren haben sich eine sehr gute interkommunale Zusammenarbeit und ein reger Austausch im Klimaschutz entwickelt.

Name des Vorhabens: „KSI: Einrichtung einer Klimaschutzkoordination für die Kommunen des Landkreises Gießen“

Laufzeit des Vorhabens: 15.07.2023 – 31.08.2027

Förderkennzeichen: 67K25817

Ansprechpersonen: Kim Zoe Renters, 0641 9390-1759, kim.renters@lkgi.de und Isabel Guzic, 0641 9390-1740, isabel.guzic@lkgi.de

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INTERREG-Projekte

Die EU unterstützt die internationale Zusammenarbeit von kommunalen und regionalen Verwaltungseinheiten. Ziel ist es, Synergieeffekte aus verschiedenen Ländern und Regionen zu nutzen. Dabei stehen in den beiden INTERREG-Projekten nachhaltiges Wirtschaften und eine naturbasierte Anpassung an die erwartbaren klimatischen Veränderungen der Zukunft im Fokus. Das Klimaschutzteam des Landkreises Gießen beteiligt sich an diesen Kooperationen von neun europäischen Ländern mit dem Projekt iCEAR (Zirkuläres Wirtschaften) und NATURALLY LOCAL (natürliche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel). Das wichtigste Arbeitsmittel ist dabei die Kommunikation erfolgreicher Maßnahmen und Initiativen auf Verwaltungsebene als Best-Practice-Beispiele. Trotz sehr unterschiedlicher naturräumlicher Gegebenheiten in den Partnerländern können hier für alle Beteiligten Lerneffekte genutzt werden, bedeutet doch der Klimawandel auch eine geografische Verschiebung von Klimazonen und wetterbedingten Natur-Risiken. Gleichzeitig gibt es viele länderübergreifende Probleme der kommunalen und lokalen Ökonomie, die durch einen Erfahrungsaustausch gelöst werden können.

Projektsteckbrief

Titel: iCEAR (Improving regional and local policies fostering circular economy) und NATURALLY LOCAL (Nature based solutions for climate change adaptation)

Laufzeit des Vorhabens: 01.05.2025 – 30.04.2029

Projektträgerin: EU INTERREG

Förderkennzeichen: iCEAR und NATLOC

Förderrichtlinie: Gemeinschaftsinitiative der EFRE-Fonds

Beteiligte Kommunen: Selnica ob Dravi (Slowenien), Serock (Polen), Óbidos (Portugal), Montilla (Spanien), Fourmiers (Frankreich), Rezekne (Lettland), Storfors (Schweden), Danilovgrad (Montenegro), Landkreis Gießen (Deutschland)

Zielsetzung: Entwicklung und Vermittlung von Best-Practice-Beispielen zwischen verschiedenen europäischen Kommunen und Regionen zur Anpassung an den Klimawandel und der Verbesserung der zirkulären Ökonomie im Sinne der Nachhaltigkeit

Hintergrund:

Europaweit stehen Kommunen und Regionen vor ähnlichen Herausforderungen: Der Klimawandel bringt generell höhere Temperaturen und die Wahrscheinlichkeit der Zunahme klimatischer Extreme. Außerdem führen der ökonomische Strukturwandel und globale Entwicklungen zu einer Fokussierung auf eine langfristig stabile und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, um neben klimatischen Krisen auch besser gegen internationale ökonomische Verwerfungen gewappnet zu sein.

Im Rahmen der INTERREG-Projekte wird daher ein internationaler Arbeitskreis gebildet, bei dem Vertretungen aus allen beteiligten Regionen ihre Erfahrungen einbringen und erfolgreiche Maßnahmen präsentieren, die von anderen Regionen übernommen werden können.

Delegationsreisen zu allen Standorten des Projekts und ein regelmäßiger Peer-Review sorgen für konkrete Handlungsempfehlungen für Regionen, die zukünftig potenziell Bedingungen erfahren werden, die bis dato nur aus anderen Klima- und Wirtschaftszonen bekannt waren.

Besonderheiten:

Das Vorhaben stützt sich wesentlich auf die interne Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle für Nachhaltigkeit so wie das oben genannte Projekt ANK-DAS-A.1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für den Landkreis Gießen und kreisangehörige Kommunen.

Die Projektverantwortlichen verfügen über langjährige Erfahrungen im Bereich Klimaschutz, Energiewirtschaft und nachhaltiges Wirtschaften und unterstützen damit die Arbeit in den INTRREG-Projekten.

Ansprechpersonen: Rütger Rollenbeck, 0641 9390-1875, ruetger.rollenbeck@lkgi.de und Dr. Manfred Felske-Zech, 0641 9390-1768, manfred.felske-zech@lkgi.de

Klimaanpassung

Das Team zur Klimaanpassung erarbeitet gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen ein integriertes Klimaanpassungskonzept. Unter Einbeziehung relevanter Fachstellen der Verwaltung sowie Vertretungen der Zivilgesellschaft sollen darin konkrete Maßnahmen zur Vorsorge gegenüber den Folgen des Klimawandels entwickelt werden. Ziel ist es, sowohl den Schutz der Bevölkerung vor plötzlichen lokalen Extremwetterereignissen und -lagen mit potenziellen Auswirkungen auf Gesundheit, Eigentum und Infrastruktur zu verbessern als auch die Lebensqualität unter sich wandelnden klimatischen Bedingungen nachhaltig zu sichern. Die Konzeptentwicklung wurde durch den Kriesausschuss 2023 beschlossen und wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestags mit 80 Prozent gefördert.

Projektsteckbrief

Titel: ANK-DAS-A.1 Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für den Landkreis Gießen und kreisangehörige Kommunen

Laufzeit: 01.03.2025 – 31.07.2027

Projektträgerin: Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

Förderkennzeichen: 67DAAN0481

Förderrrichtlinie: Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels vom 15.12.2023 (BAnz AT 19.01.2024 B5)

Link zum Projektträger: www.bmuv.de und www.z-u-g.org

Beteiligte Kommunen: Allendorf (Lumda), Biebertal, Buseck, Fernwald, Gießen, Grünberg, Heuchelheim, Hungen, Langgöns, Laubach, Lich, Linden, Lollar, Pohlheim, Rabenau, Reiskirchen und Staufenberg

Zielsetzung: Erarbeitung eines integrierten, nachhaltigen Klimaanpassungskonzepts für den Landkreis Gießen und 17 kreisangehörige Kommunen. Der Fokus liegt auf naturbasierten Lösungen und interkommunaler Zusammenarbeit, um multiplen Klimarisiken koordiniert zu begegnen und die Resilienz zu stärken.

Hintergrund:

Der Landkreis Gießen steht infolge des Klimawandels vor einer Reihe von Herausforderungen. Prognosen deuten auf einen deutlichen Anstieg der Jahresmitteltemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts hin. Damit verbunden ist eine Zunahme heißer Tage sowie eine Verringerung der Sommerniederschläge. Zudem treten Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hagel, Hochwasser und in Einzelfällen Tornados häufiger auf. Die Region ist durch eine ländlich geprägte Struktur, eine intensive landwirtschaftliche Nutzung sowie einen hohen Anteil unsanierten Altbaubestands gekennzeichnet. Insbesondere langanhaltende Extremwetterlagen können sich negativ auf vulnerable Bevölkerungsgruppen, wie etwa ältere Menschen im ländlichen Raum, auswirken. Während bisherige Aktivitäten im Landkreis überwiegend auf den Klimaschutz fokussiert waren, besteht bislang keine systematische Strategie zur Anpassung an die Klimawandel-Folgen.

Im Rahmen des Vorhabens wird zunächst ein Projektteam eingerichtet, das die interkommunale Zusammenarbeit koordiniert. Es folgt eine umfassende Bestandsaufnahme vorhandener klimarelevatner Daten und bestehender Maßnahmen. Darauf aufbauend erfolgt eine Risikoanalyse, in der verschiedene Klimawirkungen wie Hitze, Starkregen und Trockenheit berücksichtigt werden. Auf dieser Grundlage werden strategische Ziele und Prioritäten definiert. Im Anschluss wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, bei dem mindestens 30 Prozent der geplanten Maßnahmen naturbasierte Ansätze beinhalten. Zudem finden Aspekte des Naturschutzes und der Biodiversität systematisch Berücksichtigung. Abschließend werden Strukturen zur fortlaufenden Beobachtung und Bewertung der Maßnahmen geschaffen sowie die Einbindung relevanter Akteursgruppen sichergestellt. Der Prozess wird durch eine professionaelle Agentur begleitet und unterstützt.

Besonderheiten: Das Vorhaben zeichnet sich durch eine enge Verzahnung mit dem aktuell laufenden Prozess zur Erarbeitung einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie im Landkreis Gießen aus. Es kann zudem auf bestehende personelle und strukturelle Erfahrungen im Bereich des Klimaschutzes zurückgreifen, was eine solide Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung wirksamer Anpassungsmaßnahmen bietet. Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und kreisangehörigen Kommunen ist modellhaft gestaltet und bietet Potenziale für einen Wissenstransfer in andere Regionen.

Ansprechpersonen: Kim Zoe Renters, 0641 9390-1759, kim.renters@lkgi.de, Reinhard Cronenberg, 0641 9390-1864, reinhard.cronenberg@lkgi.de und Carolina Gómez Dávila, 0641 9390-1865, carolina.gomez@lkgi.de

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Masterplan 100% Klimaschutz Landkreis Gießen

Wie wird das Leben im Jahr 2050 aussehen und was muss getan werden, um die Region klimafreundlich und lebenswert zu gestalten? Dies ist eine der Fragestellungen, mit denen sich der Masterplan beschäftigt.

Der Masterplan 100% Klimaschutz wurde am 25. September 2017 vom Kreistag zur Kenntnis genommen und dessen Umsetzung beschlossen.

Hintergrund und Förderung:

Der Landkreis Gießen ist in der zweiten Masterplanförderrunde einer von 22 Landkreisen und Kommunen, die von Juli 2016 bis Juni 2020 gefördert werden. Es handelt sich um ein Förderprogramm aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Die Fördersumme für den Landkreis Gießen beträgt insgesamt 637.308 Euro (80 Prozent Förderquote und Förderkennzeichen 03KP0006).

Mit dem Förderprogramm „Masterplan 100% Klimaschutz“ unterstützt das Bundesumweltministerium besonders klimaschutzaktive Regionen dabei, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um die vom Bund festgelegten Klimaschutzziele zu erreichen. Diese sind sehr ambitioniert: Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2050 um 95 Prozent und der Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr pofitieren Verbraucher:innen ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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