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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Der plötzliche Tod von Franz-Gerd Richarz bewegt auch die Menschen in der Kreisverwaltung. „Er war ein Motor und ein wesentlicher Akteur für unsere Region“, würdigt Landrätin Anita Schneider das leidenschaftliche Engagement, mit dem sich der am Montag überraschend gestorbene 62-jährige Licher in seiner Stadt und darüber hinaus eingebracht hat. Zugleich spricht sie den Angehörigen ihr Beileid aus.


„Franz-Gerd Richarz war immer im Gespräch, stets auf Ausgleich bedacht, ein Vorbild im besten Sinne für gesellschaftliches wie politisches Ehrenamt“, sagt Landrätin Schneider. Deshalb habe sie ihm auch mit besonderer Freude im Dezember 2014 den Landesehrenbrief überreicht. Als Stadtrat für Tourismusförderung habe er sein großes Talent ausleben können: „Mit Freundlichkeit über Parteigrenzen hinweg diplomatisch und zielstrebig zugleich das Beste für seinen Wohnort und die Region anzustreben – und meist auch zu erreichen.“


Sein Verlust werde nun schmerzlich spürbar, weil er eben nicht mehr wie selbstverständlich da sei – im Magistrat, in der Feuerwehr, im FDP-Ortsverband, bei den Turmfreunden, im Kulturverein oder in Sachen Bessinger Pforte. Sein Einsatz endete aber nicht an der Licher Stadtgrenze. „Er hat auch viel Energie in die unterschiedlichsten Projekte gesteckt, um die Region zu stärken.“ So war er bis zu seiner Zeit als Licher Stadtrat im Stiftungsrat der Stiftung „Von Schulen für Schulen“ aktiv.


Vor wenigen Wochen noch hat Franz-Gerd Richarz die Planung des Förderpreises „Kulturregion Landkreis Gießen“ intensiv unterstützt. Vor interkommunaler Zusammenarbeit habe er keine Berührungsängste gehabt, im Gegenteil. „Er war eine wesentliche Stütze auf dem Weg zur Gründung des Touristischen Arbeitskreises der vier Ostkreisstädte Hungen, Grünberg, Laubach und Lich.“ Schon nach kurzer Zeit habe dieser unter anderem bereits eine geplante, 65 Kilometer lange Radroute vorzuweisen.


Insbesondere seiner Leistung als Politiker, der über 36 Jahre lang ehrenamtlich aktiv gewesen sei, zollt Landrätin Schneider Respekt. „Er war ein Mensch, der von der Sache überzeugt war und der auch gerade deshalb vielleicht so scheinbar mühelos andere für sich und seine Projekte gewinnen konnte.“


Nicht seine Person, sondern das Ergebnis habe bei ihm im Vordergrund gestanden. „Das machte ihn sehr sympathisch. In einer immer lauter werdenden politischen Welt ist das ein selten gewordener Charakterzug.“ Besonders zum Jahresende erhielt sie das schwarz auf weiß zum Nachlesen. „Dann kam immer Weihnachtspost von Franz-Gerd Richarz mit sehr persönlichen Gedanken zum Leben. Auch das wird mir fehlen.“ Den Angehörigen drückt Landrätin Anita Schneider ihr aufrichtiges Beileid aus.

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