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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Die „Lions-Notfallbox“, öffentliche Toiletten und gleich zweimal Internet waren die beherrschenden Themen der Sitzung des Seniorenbeirats des Landkreises Gießen.

Hans-Peter Fischer vom Lions Club Gießen Wilhelm Conrad Röntgen stellte zu Beginn mit der „Lions-Notfallbox“ ein ungewöhnliches Projekt vor. Ausgangspunkt ist eine Notsituation zu Hause, bei der zum Beispiel der Rettungsdienst gerufen werden muss. Bei solchen Einsätzen ist es oft schwierig, wichtige Daten zu erfragen oder entsprechende Unterlagen zu finden. Für solche oder ähnliche Fälle könnte eine Notfallbox nützlich sein – gut sichtbar platziert in einem der wichtigsten Orte einer Wohnung: im Kühlschrank.


Gefüllt ist sie mit Dokumenten wie Medikamentenpläne, die in einem Notfall wichtig sind. „Im Ernstfall wissen die Einsatzkräfte dann sofort, wo sie nach der Box suchen müssen“, ergänzt dazu Hans-Peter Stock, hauptamtlicher Kreisbeigeordneter und Dezernent. „Sie kommen so schneller an wichtige Daten und Unterlagen.“ Ein Aufkleber auf der Wohnungstür soll auf eine Notfallbox aufmerksam machen. Eine Box kostet zwei Euro plus Versandkosten. Die Mindestabgabemenge sind 80 Stück. Angeboten werden soll die „Lions-Notfallbox“ vorrangig über Apotheken und Arztpraxen. Die Einnahmen werden einem guten Zweck zugeführt.


Dirk Rausch, Rettungsdienstleiter von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Mittelhessen, begrüßt dieses Projekt grundsätzlich. Er machte in der Sitzung aber auch deutlich, dass die Rettungsdienste nicht über die Notfallbox informiert sind und diese somit eventuell im Ernstfall nicht heranziehen könnten. Wichtig seien auch aktuelle Informationen. So sollten beispielsweise Medikamentenpläne halbjährlich erneuert werden. Krankenkassenkarten sollten hingegen in der Geldbörse oder Brieftasche aufbewahrt werden.


Nach eingehender Diskussion bot Altenhilfeplanerin Ruth Hoffmann an, den Lions Club Gießen Wilhelm Conrad Röntgen, die beiden Rettungsdienste (Johanniter-Unfall-Hilfe und Deutsches Rotes Kreuz) sowie möglicherweise einen Sicherheitsberater zu einem gemeinsamen Gespräch einzuladen, um den Einsatz der Notfallbox gemeinsam abzustimmen. Der Vorschlag wurde vom Seniorenbeirat begrüßt.


Außerdem ein Thema in der Seniorenbeiratssitzung: Der Ausbau von barrierearmen sowie behindertengerechten öffentlichen Toiletten. „Beim Einkaufen haben Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderungen zum Beispiel immer wieder Probleme. Für sie stehen vor Ort häufig keine Toiletten zur Verfügung“, sagt dazu Günther Labuda, Vorsitzender des Laubacher Seniorenbeirates.


Aus gleich zwei Blickwinkeln beschäftigte sich der Seniorenbeirat mit dem Internet. „Für die Arbeit von Seniorenbeiräten kann es von Bedeutung sein, die demografische Entwicklung der eigenen Gemeinde oder Stadt zu kennen“, kommentiert Hans Ulrich Theiss das erste Thema. Hierzu wurden dem Gremium mit dem „Wegweiser Kommune“ der Bertelsmann-Stiftung sowie dem „Gemeindelexikon“ der Hessen-Agentur zwei Internetportale vorgestellt. Diskutiert wurde zweitens über die Präsenz von Senioren allgemein und Seniorenbeiräte im Speziellen auf den Internetseiten der Städte und Gemeinden des Landkreises. Diese sind laut Hans Ulrich Theiss sehr verschieden vertreten, „von gar nicht bis hin zu sehr ansprechenden Auftritten“.


Einige Seniorenbeiräte haben eigene Internetseiten. Bei der Erstellung bietet die Landesseniorenvertretung hilfreiche Unterstützung an, war zu erfahren. Altenhilfeplanerin Ruth Hoffmann wies darauf hin, dass das Erstellen eigener Internetauftritte im Vorfeld mit den Gemeindegremien besprochen werden sollte. Der Grund: Seniorenbeiräte stellen eine Untergliederung der Gemeindegremien dar und verfügen deshalb nicht automatisch über ein eigenes Außenvertretungsrecht.


Für nähere Informationen zum Seniorenbeirat steht die Altenhilfeplanerin im Landkreis Gießen Ruth Hoffmann zur Verfügung (Telefon: 0641 9390-9703, E-Mail: ruth.hoffmann@lkgi.de).

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