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Das Logo des MRE-Netz Mittelhessen.Multiresistente Erreger (MRE) haben einen großen Nachteil: Die meisten Antibiotika können den Bakterien nichts anhaben. Um diesem Problem wirksam entgegenzutreten, haben sich fünf mittelhessische Landkreise zusammengeschlossen und das MRE-Netz Mittelhessen gegründet.


Diese MRE haben sich in den letzten Jahren zu einem enormen Problem entwickelt. Nach Einschätzung der Europäischen Gesundheitsbehörde sind MRE die bedeutendste Krankheitsbedrohung in Europa. Die Rate der Infektionen mit diesem Keimen ist hoch und hat in den letzten Jahren teilweise rasant zugenommen. Jährlich erwerben etwa 3 Millionen Menschen in Europa eine Krankenhausinfektion mit etwa 50.000 Toten.

 

Um diese medizinische Herausforderung wirksam angehen zu können, haben sich die fünf mittelhessischen Landkreise Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg sowie das Regierungspräsidium Gießen zusammengeschlossen und das MRE-Netz Mittelhessen gegründet.

 

Das MRE-Netz Mittelhessen hat zum Ziel,…

 

Ein erster Schritt, um diese Ziele zu erreichen, ist die sachgerechte Information von Personal, Patienten und deren Angehörigen. Nur so kann einer Stigmatisierung von Menschen mit MRE entgegengewirkt werden. Geeignete, problemangepasste Hygienemaßnahmen können eine Weiterverbreitung dieser Keime in der Klinik und außerhalb vermeiden.

 

Dabei unterscheiden sich die erforderlichen Hygienemaßnahmen in der Klinik sehr von denen in anderen Bereichen wie Altenpflegeheime, Rehabilitationseinrichtungen, ambulante häusliche Pflege und ambulante ärztliche Therapie. Die Erfahrung zeigt, dass auch die Kommunikation an den Schnittstellen der Patientenversorgung wie eine Verlegung, Entlassung oder die Aufnahme in Rehabilitations- und Gemeinschaftseinrichtung verbessert werden muss. Darüber hinaus kann durch einen angemessenen kritischen Einsatz von Antibiotika die Entstehung von MRE vermindert werden.