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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Ein Smartphone zeigt die Dorf-App für den Landkreis Gießen an. (01.08.2022) „Vernetzt, wo man verwurzelt ist“, unter diesem Motto ging die Dorf-App des Landkreises Gießen vor zwei Jahren an den Start. Interessierte aus fünf Teilnehmer-Orten konnten sie sich herunterladen, ausprobieren, von ihren Inhalten profitieren und selbst Beiträge liefern. Nun ist die Pilotphase beendet, die App wird es aber weiterhin geben.

 

Wer in Biebertal-Königsberg, Buseck-Oppenrod, Grünberg-Harbach, Langgöns-Dornholzhausen oder Staufenberg-Trais wohnt, konnte sich die App über das Smartphone herunterladen und damit Teil einer „digitalen Dorfgemeinschaft“ werden. Diese Möglichkeit haben viele wahrgenommen, wie Landrätin Anita Schneider weiß: „Seit der Veröffentlichung wurde die App sehr rege heruntergeladen und genutzt. Das zeigt, dass es den engagierten Dorfgemeinschaften gelungen ist, sich digital miteinander zu vernetzen.“


Mit der App können sich Einwohner auf verschiedene Weise gegenseitig helfen und austauschen, Nachbarschaftshilfe leisten oder in Anspruch nehmen, Infos über Vereinsangebote einstellen oder abrufen oder auch Dienstleistungen anbieten oder nachfragen. Vielfältige Möglichkeiten mit einem wichtigen Ziel: „Wir möchten mit digitaler Technologie die Eigenschaften stärken, die unsere Dörfer so lebens- und liebenswert machen: das rege Vereinsleben, das gute Miteinander und die gegenseitige Hilfe“, sagt Landrätin Schneider weiter.


Nun, nach Abschluss des Pilotprojektes, sollen sich auch weitere Kommunen beteiligen können: „Die App wird allen interessierten Städten und Gemeinden zur Verstetigung angeboten. Künftig werden wir allerdings nicht mehr ortsweise vorgehen, sondern pro Kommune eine App an den Start bringen“, sagt Uwe Happel, Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung und Strukturförderung beim Landkreis Gießen, „da die für den Bottom-Up-Prozess notwendige Ressource dadurch vielfältiger ist“.

 

Landkreis sucht Unterstützung für weitere Umsetzung


Besonders erfreulich wäre es, wenn jetzt möglichst viele Kommunen mitmachen würden: „Einige haben sich bereits bei uns gemeldet. Natürlich würden wir uns freuen, wenn irgendwann jede Bürgerin und jeder Bürger unseres Kreises ,seine Dorf-App‘ herunterladen und von ihren Vorteilen profitieren könnte“, sagt Happel weiter.


Während die Bürger:innen der Kommunen die Einführung der App selbst gestalten sollen, wird der Landkreis auch künftig als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und bei Aufbau und Betrieb unterstützen. Für die Betreuung werden von dem LEADER-Programm der Europäischen Union, das bereits einen Großteil der Kosten für die Inbetriebnahme und die Pilotphase getragen hat, weitere knapp 100.000 Euro bereitgestellt.


Der Landkreis Gießen sucht nun nach der passenden Person, die das Projekt „Digitales Dorfleben“ in den kommenden beiden Jahren vorantreiben und die Kommunen bei der Umsetzung der Dorf-App unterstützen möchte.
Wer mit seinem erlernten Wissen kompetent, kreativ und strukturiert eine Herausforderung in der Kreisverwaltung annehmen möchte, kann die ganze Stellenausschreibung hier einsehen und seine Bewerbungsunterlagen einsenden.


Für weitere Informationen steht Uwe Happel, Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung und Strukturförderung beim Landkreis Gießen, unter 0641 9390 1769 oder per Mail an uwe.happel@lkgi.de zur Verfügung.

Coronavirus

Alle Informationen zum Coronavirus im Landkreis Gießen sind zu finden unter corona.lkgi.de