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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

(12.01.2022) Wer Nutztiere hält, muss bis spätestens 14. Januar aktuelle Angaben zum Bestand machen – darauf weist das Veterinäramt des Landkreises Gießen hin. Die Meldungen sind erforderlich bei der Hessischen Tierseuchenkasse in Wiesbaden. Wer Schweine, Schafe oder Ziegen hält, muss zugleich Angaben an den Hessischen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht (HVL) in Alsfeld senden. Die Meldepflicht gilt für alle Nutztierhaltungen – egal ob landwirtschaftlich oder hobbymäßig. Sie umfasst auch Pferde.


„Durch die aktuellen Melderegister kann das Veterinäramt gezielt und schnell handeln, falls eine Tierseuche ausbricht“, erklärt Christian Zuckermann, Dezernent für Veterinärwesen des Landkreises Gießen. „Aus diesem Grund ist es wichtig, dass alle Betroffenen der Meldepflicht rechtzeitig nachkommen.“


Die Tierseuchenkasse schreibt jährlich im Dezember alle dort registrierten Tierhalter:innen an und fordert diese zur Meldung auf. Der HLV erinnert nicht gesondert an die Meldepflicht für Schweine-, Schaf- und Ziegenhaltungen, sie gilt aber auch hier.


Wer sich Nutztiere anschafft, muss dies immer mitteilen


Wichtig für alle, die sich Nutztiere anschaffen: Die Haltung muss zu Beginn immer dem Veterinäramt, dem HVL und der Tierseuchenkasse mitgeteilt werden. Dies gilt für Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde und Esel, Geflügel und Laufvögel wie Strauße oder Emus, ebenso für Kameliden wie Lamas oder Alpakas. Auch Gehegewild und sonstige Klauentiere, etwa Wildschweine in Haltungen, fallen unter die Meldepflicht. Imker:innen müssen Zahl und Standort ihrer Bienenvölker beim Veterinäramt mitteilen.

 

Wer nicht über einen Verein dem Landesverband Hessischer Imker angehört, muss die Völker zudem selbst bei der Tierseuchenkasse registrieren. Betroffen von der Meldepflicht sind auch Fischhaltungen – diese müssen dem Veterinäramt und dem HVL gemeldet werden, wenn es eine Verbindung zu einem öffentlichen Gewässer, aber keine Anlage zur Abwasseraufbereitung gibt. Die Meldepflicht bei der Tierseuchenkasse ist für Fischhaltungen ausgesetzt.


Nicht nur der Beginn, sondern auch wesentliche Änderungen der Haltung sind mitzuteilen – etwa die Aufgabe der Haltung.


Formulare für die Meldung ans Veterinäramt gibt es hier. Für Meldungen und Fragen ist das Veterinäramt erreichbar unter Telefon 0641 9390-6200, Fax: 0641 9390-6214, E-Mail: poststelle.avv@lkgi.de.


Weitere Meldestellen:

  • Hessische Tierseuchenkasse, Mainzer Straße 17, 65185 Wiesbaden, Telefon 0611 940830, https://hessischetierseuchenkasse.de/
  • Hessischer Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V. (HVL), An der Hessenhalle 1, 36304 Alsfeld, Telefon 06631 78450, www.hvl-alsfeld.de.
  • Von diesen beiden Institutionen erhalten Tierhalter:innen jeweils eine Registriernummer (TSK-Nummer und HIT-Nummer) für ihre Haltung. Diese Nummern sind dem Veterinäramt ebenfalls mitzuteilen.

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Alle Informationen zum Coronavirus im Landkreis Gießen sind zu finden unter corona.lkgi.de