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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Christian Zuckermann, hauptamtlicher Kreisbeigeordneter und Dezernent für Veterinärwesen, gemeinsam mit Astrid Paparone, Vorsitzende des Tierschutzvereins Gießen und Umgebung e.V., im Kaninchengehege des Gießener Tierheims. (Foto: Landkreis Gießen)(13.10.2021) Ein großes Gehege mit viel Stroh und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, leckeres Grünzeug und ein Stück Apfel gereicht von Tierschutzdezernent Christian Zuckermann: Das flauschige Kaninchen mit den braunen Kulleraugen scheint zufrieden. Besonders glücklich kann es sich auch über seine umfangreiche medizinische Vorsorge schätzen – so ergeht es leider nicht all seinen Artgenossen.


„Vor Kurzem hat das Veterinäramt des Landkreises 20 Kaninchen aus einem Fall von Animal Hoarding beim Gießener Tierheim vorbeigebracht“, erzählt der zuständige Dezernent. „Leider waren die Tiere nicht geimpft, an einer Kaninchenseuche erkrankt und nur fünf Kaninchen haben diese Krankheit überlebt.“ Hier wolle man unbedingt Aufklärungsarbeit leisten.


Aufklären ist auch das Anliegen von Astrid Paparone, der Vorsitzenden des Gießener Tierschutzvereins: „Wir haben alles gegeben und trotzdem sind unserem Team 15 Kaninchen sozusagen in den Armen weggestorben.“ Das hätte mit einer simplen Impfung vermieden werden können. „Neben den Impfungen gehören auch die richtige Ernährung und Haltung von Kaninchen zur verantwortungsvollen Tierpflege.“


Impfungen schützen Kaninchen vor RHD 1 und 2 sowie Myxomatose


RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) ist eine der gefährlichsten Kaninchenseuchen und führt zum meist plötzlichen Tod der Tiere innerhalb kürzester Zeit. Ausgelöst wird die Krankheit durch ein Virus, das in zwei Virusvarianten unterteilt wird. Sowohl gegen RHD 1 als auch gegen RHD 2 sollten Kaninchen geimpft werden. Ebenfalls empfohlen wird eine Impfung gegen Myxomatose (Kaninchenpest).


Zum Fressen gerne haben Kaninchen Frischfutter. Das ist im Sommer frisches Wiesenfutter und im Winter Blattgemüse. Mit dieser Ernährung ist ein ausreichender Zahnabrieb gewährleistet, denn die Zähne der Kaninchen wachsen ein Leben lang. Die Hauptursache für Zahnprobleme ist die Verfütterung von zum Beispiel zu viel Trockenfutter.


Ein Kaninchen freut sich stets über Gesellschaft und möchte wenigstens mit einem Artgenossen gemeinsam gehalten werden. Die Fläche des Geheges sollte für zwei Tiere mindestens sechs Quadratmeter betragen, wobei ein täglicher Freilauf wichtig ist, damit auch Sprinten und Hakenschlagen möglich sind.


Weitere Informationen zur richtigen Haltung von Kaninchen sind zu finden unter kaninchenwiese.de.

Coronavirus

Alle Informationen zum Coronavirus im Landkreis Gießen sind zu finden unter corona.lkgi.de