mehr Kontrast
Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Die hessischen Kitas öffnen wieder: Ab dem 2. Juni steht die Betreuung wieder zur Verfügung – allerdings noch nicht wie gewohnt für alle Kinder. Bereits ab kommenden Montag (25. Mai) dürfen auch die Tagespflegepersonen wieder Kinder betreuen.


Symbolbild: Ein Mädchen blickt auf seine Kindergartentasche.Wegen der Corona-Pandemie war bisher in den Kitas nur eine Notbetreuung von Kindern vorgesehen, deren Eltern in bestimmten Berufsgruppen – beispielsweise in Medizin, Pflege, Polizei oder Rettungsdienst – tätig sind. Auch Alleinerziehende werden berücksichtigt. Ab 2. Juni dürfen weitere Kinder die Kita besuchen. So sieht das Land Hessen in der entsprechenden Verordnung auch die Betreuung von Kindern vor, die wegen einer Behinderung einen Integrationsbedarf haben. In besonderen Härtefällen in der Familie wird es ebenfalls möglich sein, Kinder in die Kita zu bringen. Was einen solchen Härtefall ausmacht, entscheidet im Einzelfall der örtliche Kita-Träger in Abstimmung mit der Fachaufsicht des Jugendamtes.

 


Härtefallregelung: Erste Ansprechpartner sind die Kita-Träger


„Es ist klar, dass die außergewöhnliche Situation der letzten Wochen in vielen Familien belastend war“, erklärt Landrätin Anita Schneider. „In Zeiten von Homeoffice, großer Verunsicherung und Kontaktbeschränkungen Kinder rund um die Uhr zuhause zu betreuen, ist eine enorme Herausforderung.“ Die Härtefallregelung in der Verordnung des Landes beziehe sich aber auf außergewöhnliche Fälle, die über dieses Maß hinausgehen, sagt Schneider. „Überall, wo es eine besonders belastende und schwerwiegende Situation in Familien gibt, die schnell Unterstützung benötigen, werden wir dies gemeinsam mit den Kommunen prüfen und berücksichtigen, soweit dies die räumlichen und personellen Möglichkeiten vor Ort zulassen. Generell gilt, dass wir uns nach der Verordnung des Landes Hessen noch nicht im Regelbetrieb befinden. So gilt auch weiterhin das Betretungsverbot.“


Jeden Einzelfall von vornherein zu definieren, sei nicht möglich, erklärt Jugenddezernent Hans-Peter Stock: „Wenn aber zum Beispiel eine Mutter eine Risikoschwangerschaft hat und ihr Partner in Schicht arbeiten muss, wenn es zusätzlich pflegebedürftige Angehörige und keine weiteren Hilfen innerhalb des persönlichen Umfelds gibt, dann werden wir solche Umstände natürlich berücksichtigen.“


Um Entscheidungen zu treffen, stimmt sich das Jugendamt des Landkreises mit den Kita-Trägern ab – häufig sind dies die Kommunen. Träger beziehungsweise Kitaleitungen sind daher auch weiterhin Ansprechpartner für alle Eltern, die Fragen haben, ob und unter welchen Umständen ihr Kind wieder in die Kita gehen kann. „Die Kitaleitungen kennen die betreffenden Kinder, Eltern und Verhältnisse vor Ort meist sehr gut“, sagt Stock. „Das Jugendamt als Fachaufsicht der Kitas wird daher die Bewertung von Fällen vor Ort berücksichtigen.“


Das Jugendamt des Landkreises hat die Kitaträger über alle Änderungen informiert. Das Land Hessen hat angekündigt, im Laufe der kommenden Woche auf der Homepage des Sozialministeriums weitere Infos für Eltern, zu Gruppengrößen und Hygienebedingungen in Kitas bereitzustellen. „Deshalb bitten wir um Geduld und Einsicht“, sagt Jugenddezernent Stock. „Es ist schön, dass Kinderbetreuung nun nach und nach wieder möglich wird, viele Punkte müssen aber noch geregelt werden.“

 


Kindertagespflege: Kreis prüft Regelung für Gebührenzahlung


Bereits ab dem 25. Mai ist im vollen Umfang wieder die Betreuung von Kindern bei den 117 Tagespflegepersonen im Landkreis Gießen möglich. Diese kümmern sich um Gruppen von jeweils höchstens fünf Kindern und haben dazu Verträge mit den Eltern und dem Landkreis abgeschlossen. Weil auch Tagesmütter und -väter wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März ihre Türen schließen mussten, hatte der Landkreis die Gebührenzahlungen gestundet, also vorerst ausgesetzt. Ob der Landkreis auf die Gebühren für die Zeit, in der nicht betreut wurde, verzichten kann oder sie nachträglich und eventuell anteilig berechnet, wird derzeit geprüft. „Auch hier bitten wir um Verständnis, dass wir noch etwas Zeit brauchen“, appelliert Dezernent Stock. „Es geht auch darum, den Lebensunterhalt der Tagespflegepersonen zu sichern, die wichtiger Teil der U3-Betreuung in den Kommunen sind.“

 

Button FAQ Fluechtlinge

    

Aktueller Hinweis

Besuche der Kreisverwaltung Gießen sind nur nach Terminvereinbarungen möglich.

 

Weiterlesen...

 

Derzeit ist die Zufahrt zur Außenstelle im Gießener Bachweg aufgrund der Baustelle in der Lahnstraße nur über eine Umleitung möglich.

Coronavirus
Erreichbarkeiten

Hessenweite Hotline:

Telefon 0800 5554666

(montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr)

 

Gesundheitsamt des Landkreises Gießen:

Telefon 0641 9390-3560

E-Mail hygiene@lkgi.de

(Mo.-Do. 8-16 Uhr,

Fr. 8-14 Uhr,

Sa. 11-15 Uhr)