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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Landrätin Anita Schneider, Integrationsdezernent Istayfo Turgay, Flüchtlingswesen-Stabsstellenleiter Achim Szauter, Fachdienstleiter für Ausländer- und Personenstandswesen Dietmar Weber sowie Mitarbeiter der Landrätin Klaus Dieter Schmitt präsentieren den neuen Anmeldeschalter des Willkommenszentrums. Das Willkommenszentrum im Gebäude B der Kreisverwaltung am Riversplatz bietet neu gestaltete Schalter- und Beratungsräume mit barrierefreiem Zugang. Dabei profitieren die Kundinnen und Kunden von der räumlichen Nähe der unterschiedlichsten Stellen und Beratungsangebote: Sowohl die Stabsstelle Flüchtlingswesen, die Ausländerbehörde, die Antidiskriminierungsstelle als auch die WIR-Koordination, die Staatliche Rückkehrberatung und der Kreisausländerbeirat informieren hier Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen. Auch der Sozialdienstleister European Healthcare und das Jobcenter bieten seit Mitte des Jahres regelmäßige Sprechstunden an.


Landrätin Schneider: „Wir nutzen gezielt Synergien“


„Wir nutzen gezielt Synergien, indem wir alle relevanten Anlaufstellen und Akteure an einem Ort platziert haben“, sagt Landrätin Anita Schneider. Von kurzen Wegen und Abstimmungen profitierten nicht nur die Menschen, die hier Rat und Hilfe suchen, sondern auch alle Abteilungen und Partner. „Für Menschen, die zum Beispiel neu in den Landkreis gekommen sind, möchten wir wirksame und rasche Hilfe beim Ankommen und Zurechtfinden bieten“, sagt Integrationsdezernent Istayfo Turgay.


Die Publikumsfrequenz für die Ausländerbehörde ist groß. Sie registriert im Schnitt über 17.000 Termine jährlich. Kurze Kommunikationswege seien entscheidend, erklärt der Leiter des Stabs Flüchtlingswesen Achim Szauter. „In unserem Arbeitsfeld müssen wir schnell auf die unterschiedlichsten Fragen, Situationen und Probleme reagieren können.“

 

Die beteiligten Partner hätten positive Erfahrungen mit der Bündelung gemacht. Beispielsweise können Dokumente nun innerhalb desselben Gebäudes direkt weitergegeben werden. „Das spart Wege und entlastet sowohl die Sachbearbeiter als auch die Kunden.“ Außerdem ermögliche die räumliche Nähe einen effizienteren fachlichen Austausch.


Bei den Planungen für die Bündelung der Kompetenzen kam den Beteiligten die Erfahrung aus den Jahren 2015 und 2016 zugute, in denen die Unterbringung und Versorgung einer großen Zahl geflüchteter Menschen gemeistert wurde. Damals wurde der Stab Flüchtlingswesen des Landkreises gegründet. „Bei einem enormen Arbeitspensum und teils großer Belastung mussten unsere Kolleginnen und Kollegen damals schnell reagieren und Entscheidungen treffen“, erinnert sich Szauter.


„Was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Zeit geleistet haben, verdient höchste Anerkennung und Respekt“, hebt Landrätin Anita Schneider hervor. Sie erinnert daran, dass der Landkreis in den vergangenen Jahrzehnten stets eine der ersten Anlaufstellen für Menschen war, die durch Konflikte oder auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen nach Deutschland kamen – so schon in den 90er Jahren Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem früheren Jugoslawien oder Spätaussiedler aus der Sowjetunion. Die Kreisverwaltung habe sich immer wieder auf diese neuen Situationen eingestellt und Lösungen gefunden.

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