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2019 11 07 Grippeschutzimpfung kleinDen Beginn der alljährlichen „Schnupfensaison“ und das Auftreten vereinzelter Grippefälle nimmt Hans-Peter Stock als Gesundheitsdezernent des Landkreises Gießen zum Anlass, auf die Bedeutung der Schutzimpfung gegen die echte Grippe (Influenza) hinzuweisen: „Jetzt ist die beste Zeit, um der Grippe durch eine Impfung vorzubeugen. Die Grippe ist eine schwerwiegende Erkrankung, die besonders Personen ab 60 Jahre und chronisch Kranke aller Altersstufen gefährdet.“ Bei diesen Personengruppen könne es im Krankheitsverlauf häufiger zu Komplikationen wie einer bakteriellen Lungenentzündung kommen, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden können.

 

 „Diese Personengruppen sind daher vorrangig aufgerufen, sich impfen zu lassen“, betont die kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes Christine Jung. „Auch medizinisches Personal und Personen mit umfangreichem Publikumsverkehr sollten sich unbedingt impfen lassen, da sie sich nicht nur selbst anstecken, sondern die Infektion auch weiter tragen können.“ Vor allem für das Personal in Krankenhäusern sieht die Medizinerin eine besondere Verantwortung.
Typisch für die Influenza, deren Viren durch Niesen, Husten, Sprechen oder über die Hände übertragen werden, ist der plötzliche Beginn mit hohem Fieber, Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen, oft zusammen mit trockenem Husten oder Halsschmerzen.

 

„Impfung jedes Jahr neu durchführen“ 

 

„Wegen der Veränderung des Grippevirus sollte die Impfung jedes Jahr neu durchgeführt werden“, erklärt Hans-Peter Stock. „Denn jährlich werden in den weltweiten Referenzzentren der Weltgesundheitsorganisation die typischen Veränderungen der Grippeviren registriert und der Impfstoff den aktuellen Gegebenheiten angepasst“, ergänzt Christine Jung. Weiterhin sei die Impfung gut verträglich und werde von den Krankenkassen oder zum Teil auch vom Arbeitgeber bezahlt.

 

In diesem Jahr bietet die Kreisverwaltung zum zweiten Mal eine Grippeschutzimpfung für ihre Beschäftigten an. Denn abgesehen von den gesundheitlichen Auswirkungen sind auch die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen bei einer Häufung von Erkrankungen nicht zu unterschätzen. „Kleiner Piks, große Wirkung“, mit diesen Worten lässt sich Stock die Injektion mit dem Grippeimpfstoff in den Oberarm spritzen.

 

 Die Empfehlung der ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) sieht vor, neben Menschen über 60 Jahre oder mit chronischen Erkrankungen, auch Schwangere routinemäßig gegen Influenza zu impfen. Denn Schwangere können aufgrund ihrer veränderten Immunitätslage sehr schwer erkranken. Darüber hinaus schützt die Impfung auch indirekt die neugeborenen Kinder.

 

Zusätzlich erinnern Gesundheitsdezernent Stock und Christine Jung daran, dass sich Personen ab 60 Jahre sowie chronisch Kranke außerdem gegen Pneumokokken impfen lassen sollten. „Das Bakterium ist häufig der Auslöser für schwere Lungenentzündungen, insbesondere nach Infektion durch Influenza. Bei diesen Personen sollte geprüft werden, ob sie bereits eine Impfung gegen Pneumokokken erhalten haben. Falls nicht, ist sie noch am selben Tag möglich – allerdings am anderen Arm. So erhält man Schutz im Doppelpack“, rät der Dezernent abschließend.

 

Auskunft zum Thema Impfung und Gesundheit erteilt das Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 0641 9390-1401 oder -1412.

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