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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Kühe auf der WinterweideWährend die Menschen sich im Winter in den warmen eigenen vier Wänden am wohlsten fühlen, haben Weidetiere wie Rinder, Schafe oder Pferde buchstäblich ein dickeres Fell. Sie können die kalten Temperaturen problemlos und ohne körperliche Beeinträchtigung überstehen – vorausgesetzt der Halter beachtet bestimmte Voraussetzungen.  

 

„Auch wenn viele Weidetiere gegen winterliches Wetter unempfindlich sind, so brauchen doch alle Tiere gerade in der kalten Jahreszeit die Fürsorge des Menschen“, sagt Hans-Peter Stock, Dezernent für Veterinärwesen des Landkreises Gießen. Er appelliert an alle Tierhalter, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Dr. Maike Klein, Tierärztin des Veterinäramts des Kreises Gießen, gibt Tipps, wie sich Weidetiere auch bei Frost und Schnee wohlfühlen.

 

So dürfen nur gesunde und gut genährte Tiere im Winter draußen gehalten werden. Außerdem müssen sie an die Winter-Weidehaltung gewöhnt sein, damit sie genügend Zeit haben, ein dichtes Winterfell zu entwickeln. Jedoch brauchen die Tiere nicht nur ein dickeres Fell, sondern auch mehr Futter. „Bei niedrigen Temperaturen benötigen die Tiere mehr Energie. Daher ist eine Zufütterung im Winter unerlässlich“, erklärt Maike Klein. Aus diesem Grund sollte der Halter auch die tägliche Wasserration vergrößern und darauf achten, dass das Wasser bei anhaltendem Frost nicht einfriert.


„Eine sehr wichtige Voraussetzung für eine tierschutzgerechte Haltung im Freien ist der Zugang von jedem Tier zu einem Witterungsschutz“, betont die Tierärztin weiter. Dieser muss den Tieren eine Rückzugsmöglichkeit bieten, in der sie vor Wind und Nässe geschützt stehen und liegen können. Für Rinder, Ziegen und Pferde sollte dieser aus einem überdachten, möglichst mehrseitig geschlossenen Unterstand bestehen. Wer seinen Tieren einen solchen bieten möchte, kann dafür natürliche Gegebenheiten auf der Weide nutzen oder passende Bauteile aufstellen.

Schafe brauchen bei ungünstigen Klimabedingungen ebenfalls einen möglichst mehrseitig geschlossenen Unterstand als Witterungsschutz. „Der Liegeplatz muss ausreichend trocken eingestreut sein und von der Größe her allen Tieren gleichzeitig zugänglich sein“, erklärt Maike Klein. „Werden alle genannten Voraussetzungen erfüllt, bietet eine Winterhaltung im Freien den Tieren eine naturnahe Unterbringung und ist aus Sicht des Tierschutzes zu befürworten.“

 

Wer weitere Fragen zur Tierhaltung hat, kann sich an den Fachdienst für Veterinärwesen und Verbraucherschutz beim Landkreis Gießen wenden, Telefon 0641 9390-6200, E-Mail: poststelle.avv@lkgi.de.

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