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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Ehrenamtsforumim Gespräch.Nach der Aufnahme von Geflüchteten kommt ihre Integration. Doch wie können die neuen Bewohner des Landkreises besser in die Nachbarschaft oder in den Arbeitsmarkt eingebunden werden? Dieser Frage gingen Haupt- und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit jetzt auf Einladung des Landkreises Gießen und des Diakonischen Werks Gießen beim dritten Ehrenamtsforum nach.

 

120 Teilnehmer – 90 davon Ehrenamtliche – waren ins Landratsamt gekommen, um Erfahrungen auszutauschen und miteinander zu diskutieren. Am Ende des intensiven Austausches betonte Landrätin Anita Schneider: „Ehren- und Hauptamtliche sind heute Abend noch weiter zusammengerückt.“

 


Die Moderation des Forums hatte der Leiter der Diakonie, Holger Claes, übernommen, die Begrüßung Landrätin Anita Schneider. Beteiligt waren Vertreter der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, der ZAUG gGmbH, des Instituts für Berufs- und Sozialpädagogik, der Kreisvolkshochschule, der Jugendwerkstatt, der Ausländerbehörde, der Stabstelle für Flüchtlingswesen sowie der Stabsstelle 95 des Dezernats für Integration, Demografie und Teilhabe des Landkreises.

 


Die Teilnehmer teilten sich auf vier Tische auf, tauschten sich aus – und diskutierten. Zum Beispiel über die Frage, was wichtig ist, damit Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Einig waren sich alle, dass Sprache der Motor der Integration sei. Schwer sei es hingegen, sagten die Ehrenamtlichen, Praktika für gering Qualifizierte zu finden. Neben Problemen, eine Betreuung für die Kinder zu gewährleisten, wüssten manche Geflüchtete nicht, wie sie sich in einem Arbeitsverhältnis verhalten müssten.

 


Ziel müsse es sein, hieß es, ausreichend über Beratungsangebote zu informieren, diese auch wahrzunehmen und bei Beratungsgesprächen Geflüchtete zu unterstützen. Der Landkreis, wünschten sich die Ehrenamtlichen, könnte eine Informationsplattform für Fördermöglichkeiten in Bezug auf Beruf und Ausbildung schaffen oder beim nächsten Forum die Arbeitgeberseite miteinbeziehen. Darauf hat der Landkreis bereits reagiert: Auf der Internetseite https://www.lkgi.de/gesundheit-und-soziales/integration finden sich ab sofort direkte Ansprechpartner für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit.

 


Zu wenig Kontakte zur Nachbarschaft, wenige deutsche Freunde und Bekannte und fehlende Räume für Aktivitäten: Das sind für die Ehrenamtlichen Haupthindernisse für die Integration Geflüchteter in der Gemeinschaft. Und was hilft dabei? Persönliche Bindungen, Kontakte  vor allem zu Gleichaltrigen und begleitende Kinderbetreuung, betonen die freiwilligen Helfer. Sie wünschen sich Informationen, wie gemeinsame Aktivitäten finanziert werden, wie sie Vereine zum Thema Integration direkt ansprechen und begeistern können.

 


Die Ehrenamtlichen wünschen sich flächendeckend Jugend- und das Etablieren von Familienzentren; Orte, an denen Begegnungen leicht möglich sind. Außerdem fehle ihnen in den Kommunen ein fester Ansprechpartner in Sachen Integration. Die Stadt Lollar zum Beispiel hat nach zwei Jahren wieder die Stelle der Integrationsbeauftragten besetzt.

 

Der ehrenamtliche Dezernent Istayfo Turgay betonte: „Es ist wichtig, in einem stetigen Austausch mit den Ehrenamtlichen zu sein, um gelungene Beispiele für Integration miteinander zu teilen, Wissen weiterzugeben und die Erkenntnisse in die tägliche Arbeit einfließen zu lassen.“ So könnten die Ehrenamtlichen dabei unterstützt werden, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.“

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