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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen


Bildunterschrift: Diese Fliege hatte keine Chance gegen die besondere Sprungtechnik der Zebraspringspinne. (Foto: Landkreis Gießen)(25.02.2021) Gemustert wie ein Zebra, springt wie eine Raubkatze – und das hier im Landkreis Gießen. Aber keine Angst: das Gift der Zebraspringspinne ist für den Menschen ungefährlich. Jetzt, wo die Tage wieder wärmer werden, zieht es nicht nur die Menschen nach draußen. Auch die Spinnen werden wieder aktiver und suchen sich ein sonniges Plätzchen. Für den Februar stellt die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen daher die Zebraspringspinne als Tier des Monats vor. Eine heimische Tierart, die zwar häufig vorkommt, aber schnell übersehen wird – und dabei hat sie einiges zu bieten.


Die Zebraspringspinne kommt in weiten Teilen Europas, in manchen Gebieten Nordamerikas sowie im Osten Asiens vor. In Deutschland ist sie fast überall sehr verbreitet. Ursprünglich lebt sie auf steinigem Trockenrasen, doch in der Nähe des Menschen ist sie meist auf Mauern und Zäunen zu finden, in Bereichen, die besonders warm und sonnig sind.


Ihr Aussehen zeichnet sich zum einen durch die einem Zebra ähnelnden schwarz-weißen Streifen aus, welche durch helle und dunkle Schuppenhaare hervorgerufen werden. Zum anderen fallen bei genauerem Hinsehen ihre Augen auf. Sie besitzt zwei große Frontaugen, zwei weitere Augen, die nach vorne gerichtet sind, sowie vier Augen, die sich an den Seiten befinden. Mit ihren insgesamt acht Augen kann sie farbig und dreidimensional sehen und dank der Anordnung ihrer Augen kann sie auch von hinten Bewegungen wahrnehmen. In ihrer unmittelbaren Umgebung sieht die vier bis sieben Millimeter große Spinne sogar besser als der Mensch.


Springt bis zum zwanzigfachen ihrer eigenen Körperlänge


Auf Beutejagd kommt die besondere Sprungtechnik der Spinne zum Einsatz. Sie baut keine Fangnetze, sondern ist ein aktiver Jäger. Während der Jagd pirscht sie sich an ihre Beute heran und springt die letzten Zentimeter treffsicher. Zu ihrer Absicherung befestigt sie an der Absprungstelle einen Faden am Boden, der ihr als „Sicherheitsleine“ dient. Falls ein Sprung ausnahmsweise daneben gehen sollte, kann sie so wieder an ihren Ausgangspunkt zurückkehren. Ihre Beute besteht zum Beispiel aus Fliegen, Käfern oder Stechmücken, die mit einem Giftbiss getötet werden. Für Menschen ist das Gift jedoch ungefährlich, das Gleiche gilt auch für Hunde und Katzen.


Die Zebraspringspinne kann bis zum zwanzigfachen ihrer eigenen Körperlänge springen. Das Strecken ihrer Beine zum Sprung erfolgt durch eine Erhöhung des Hämolymphdrucks. Besonders für Bioniker ist die Erforschung der Sprungtechnik von Interesse, um möglicherweise die Technik von hydraulischen Anlagen zu verbessern.

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