Drucken

(22.01.2021) Der so genannte Brexit, also das Austrittsabkommen des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union, hat aufenthaltsrechtliche Folgen für alle britischen Staatsangehörigen und deren Familien. Landrätin Anita Schneider kann aber alle Brit*innen beruhigen: „Im Wesentlichen haben Sie als britische Staatsangehörige, die in Deutschland leben und arbeiten, die gleichen Rechte wie vor dem Austritt. Allerdings müssen Sie sich bei der örtlich zuständigen Ausländerbehörde melden, um Ihre Aufenthaltsrechte weiterhin uneingeschränkt nutzen zu können.“


In Absprache mit dem Fachdienst Ausländer- und Personenstandswesen versichert die Landrätin: Dabei muss kein Aufenthaltstitel beantragt und erteilt werden, sondern es handelt sich lediglich um eine formlose Meldung zur Anzeige des Aufenthalts. Dazu können die im Landkreis Gießen lebenden Brit*innen diese Vorlage nutzen.


Wer muss sich melden? Brit*innen, die am 31. Dezember 2020 in Deutschland gewohnt haben und weiterhin in Deutschland wohnen bleiben, müssen dies bei der zuständigen Ausländerbehörde anzeigen, um dann ein neues Aufenthaltsdokument erhalten zu können. Diese Meldung muss bis zum 30. Juni 2021 erfolgt sein. Die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt der jeweiligen Kommune genügt nicht.


Arbeitgeber*innen, die Brit*innen beschäftigen, müssen in der Regel nichts unternehmen. Denn wenn britische Arbeitnehmer*innen unter das Austrittsabkommen fallen, sind sie auch ohne entsprechendes Dokument berechtigt, weiterhin in Deutschland zu arbeiten.


Umfassende Informationen zum Thema Brexit finden Sie hier.