Drucken

Nicht nur Corona sorgt derzeit für Neuerungen an den Schulen. Auch die umfangreiche Sanierung der Willy-Brandt-Schule (WBS) macht es zeitweise nötig, dass der Unterricht in anderen Räume stattfindet als üblich. Und so kommt es, dass 650 Schülerinnen und Schüler der kreiseigenen Berufsschule aus Gießen nun vorübergehend in Biebertal unterrichtet werden.

 

 

Kreis-Schuldezernentin: Gute Lösung, aber mit sehr viel Aufwand verbunden

Kreis-Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl erklärt dazu: „Um den ersten und größten Bauabschnitt realisieren zu können, mussten wir den gesamten Schulbetrieb an der Willy-Brandt-Schule umorganisieren und einige Bereiche auslagern. Dass wir dafür die Gebäude der ehemaligen Georg-Kerschensteiner-Schule nutzen, ist eine gute Lösung, die aber auch mit sehr viel Aufwand verbunden und erst nach umfangreichen Vorbereitungen möglich war. Der Landkreis Gießen hat bislang etwa 21.000 Euro für die notwendigen Schul-Umzüge aufgewendet.“


2020 09 04 UmzugWBSZu den umfangreichen Vorbereitungen zählen zum Beispiel die Herrichtung der Klassen- und Nebenräume in Absprache mit der Schulleitung und anderen Beteiligten. Insgesamt 16 Klassenzimmer und elf weitere Räume mussten am Ausweich-Standort eingerichtet, etliche Umzugskisten ein- und wieder ausgepackt werden. „Die Umbauarbeiten in Biebertal wurden parallel zu den eigentlichen Sanierungsvorhaben an der WBS geplant, wobei die Bauunterhaltung des Landkreises eng mit der Schulleitung und den Hausmeistern gearbeitet hat“, sagt Christiane Schmahl und lobt alle Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit.


Auslagerung entzerrt engen Schulbetrieb
Dank der guten Planung und der zügigen Umsetzung konnten nun also die Willy-Brandt-Schüler aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Naturwissenschaften und Mediengestaltung nach den Sommerferien in den provisorischen Räumen ins neue Schul- und Ausbildungsjahr starten. Positiver Nebeneffekt der vorübergehenden Auslagerung: Auf beiden Schulgeländen, sowohl in Gießen als nun auch in Rodheim-Bieber, herrscht insgesamt weniger Gedränge, Corona-Abstandsgebote können so besser eingehalten werden.

Auch in Gießen standen Umzüge an
Während der Sommerferien wurde auch auf dem Schulgelände der WBS in Gießen gebaut und zudem zahlreiche Umzugskisten transportiert, weil auch die übrigen Klassen während der Bauphase in anderen Räumen untergebracht sind. Für den Umzug der Holzwerkstatt, des Fotolabors und anderer Arbeitsplätze mussten in den Ausweichräumen im Nebengebäude zunächst die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Die Verantwortlichen planten also Anschlüsse, Beleuchtung und Sicherheitsmaßnahmen, ehe die Unterrichtsgeräte aufgestellt und die Materialien eingeräumt werden konnten.


„Die Bereiche Agrarwissenschaft, Textil und Maler, die Holzwerkstatt und das Fotolabor sowie die Räume für Hausmeister und Reinigungspersonal samt zugehöriger Nebenräume haben nun vorübergehend ein neues Domizil auf dem Schulgelände gefunden“, erklärt die Schuldezernentin, „die umfangreiche Innensanierung des Hauptgebäudes kann nur stattfinden, wenn die Klassenzimmer ungenutzt sind.“ Während des zweiten und dritten Bauabschnitts der Schulsanierung wird dann im Hauptgebäude wieder Unterricht stattfinden.
Die Gesamtkosten für die Umzüge und die dafür notwendigen Umbauten belaufen sich auf rund 510.000 € brutto.