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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

 

Jugendliche legen ihre Hände auf eine Platte„Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.“ Der Satz des Ex-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ist Ausgangspunkt einer Studienfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Jugendliche können vom 12. bis 16. September in die Nähe von Weimar deutsche Geschichte hautnah erleben. Fünf Tage lang werden sie sich mit der deutschen Vergangenheit auf einer sehr persönlichen Ebene auseinandersetzen. Die Kosten liegen bei 100 Euro, inklusive Verpflegung, Übernachtung, Programm- und Fahrtkosten. Veranstalter ist das Jugendbildungswerk des Landkreises Gießen in Kooperation mit der Theo-Koch-Schule Grünberg und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen.

 

Im Juli 1937 wurde auf dem Ettersberg in der Nähe von Weimar das Konzentrationslager Buchenwald errichtet. In dem von Häftlingen erbauten Lager und seinen Außenlagern wurden bis zu seiner Befreiung im April 1945 ungefähr 250.000 Menschen gefangen gehalten, von denen etwa 50.000 starben. Auch 70 Jahre nach der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers gibt es noch viele offene Fragen: Was war das für eine Gesellschaft, die Konzentrationslager in ihrer Nachbarschaft zuließ? Was waren das für Menschen, die zu Unrecht leiden mussten? Wie begann die Geschichte ihrer Ausgrenzung, die bis in die Lager der Nationalsozialisten führte? Oder: Wie ist es ihnen nach der Befreiung ergangen und was hat das alles mit uns heute zu tun?

 

Vor Ort wird die Gruppe an vielen Führungen auf dem ehemaligen Lagergelände teilnehmen und auch die Gelegenheit haben, in die Archive zu gehen. Ebenfalls vorgesehen ist ein praktischer Beitrag zum Erhalt der Gedenkstätte. Vor allem wird die inhaltliche Auseinandersetzung viel Raum einnehmen. Während der gemeinsamen Zeit wird an verschiedenen Projekten gearbeitet, die am Ende präsentiert werden. Über kreative Zugänge versuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die gemachten Erfahrungen der Studienfahrt weiterzugeben. So könnte eine Fotoausstellung, eigene Geschichten oder Zeichnungen, vielleicht aber auch ein kleines Theaterstück entstehen.

 

Begleitet wird die Fahrt von zwei Lehrkräften, so dass es immer erfahrene Ansprechpersonen für die eigenen Gedanken gibt. Es dürfen Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 18 Jahren teilnehmen, besondere Vorerfahrungen sind nicht notwendig. Wichtig ist allein die Bereitschaft, sich auf das Thema einzulassen und mit der Gruppe gemeinsam interessante Erfahrungen zu machen. Zum Kennenlernen und zur inhaltlichen Vorbereitung der Studienfahrt findet am 2. Juli ein verbindlicher Vorbereitungstag in der Theo-Koch-Schule Grünberg statt.

 

Landrätin Anita Schneider, Jugenddezernentin im Landkreis Gießen unterstreicht die Bedeutung von Angeboten zur politischen Bildung: „Ich halte es für sehr wichtig, dass sich Jugendliche mit der nationalsozialistischen Geschichte Deutschlands auseinandersetzen. Dies ist auch eine aktuelle Auseinandersetzung mit unserer Demokratie und verdeutlicht Erreichtes. Zudem macht es klar, dass Demokratie auch gelebt werden muss. Eine Gedenkstättenfahrt bietet zudem eine ‚Auseinandersetzung‘ mit der Zeit des Nationalsozialismus, die lange und nachhaltig wirkt.“

 

Anmeldungen sind möglich per Brief an das Jugendbildungswerk Landkreis Gießen (Bachweg 9, 35398 Gießen) oder per Fax (0641 9390-2209). Anmeldeschluss ist der 20. Juni. Weitere Informationen sind bei Ingrid Macht (Tel. 0641 9390-9113) und Silke Philipp (-9104) oder per E-Mail unter ingrid.macht@lkgi.de erhältlich. Infos, Flyer und Anmeldekarte sind unter http://www.lkgi-jugendfoerderung.de/home.html

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