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Eine Milliarde Euro Investitionsvolumen steht Hessens Landkreisen, Städten und Gemeinden im Rahmen eines neuen Kommunalen Investitionsprogrammes zur Verfügung: Geld vom Land und vom Bund. Daran will auch der Landkreis Gießen partizipieren. Die Maßnahmenliste für den Landkreis wurde vom Kreistag verabschiedet.

 

Dadurch sind außerplanmäßige Auszahlungen bis ins Jahr 2020 in Höhe von über 25,6 Millionen Euro bewilligt. Sie setzen sich zusammen aus 17,42 Millionen Euro aus Bundeszuschüssen und 8,24 Millionen Euro aus Förderdarlehen. „Das gibt uns die Möglichkeit, wichtige Bau- und Sanierungsvorhaben vorzuziehen“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl. In ihrer Funktion als Baudezernentin stellt sie die wichtigsten Projekte des Maßnahmenkatalogs vor.

 

„Im Landesprogramm haben wir alleine vier Vorhaben mit Kosten in Höhe von über 500.000 Euro“, erläutert Christiane Schmahl den Katalog, „viele betreffen Schulen, die im Pakt für den Nachmittag sind.“ Unter den 17 Projekten finden sich elf Grundschulen, fünf Gesamtschulen und eine Straße. Umfangreichstes Vorhaben ist die vorzeitige Umsetzung des Ganztagsbereichs an der Limesschule in Pohlheim, die nach aktuellem Stand zum Beispiel alleine 1,5 Millionen Euro kosten wird. Ein Anbau der Schülerbetreuung an der Wiesengrundschule in Linden-Leihgestern ist für 1,2 Millionen Euro geplant.

 

An der Gesamtschule Gleiberger Land werden die Naturwissenschaften saniert und der Brandschutz für 650.000 Euro verbessert. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Grünberg/Lumda (K41) inklusive der Lumdabrücke wird etwa 655.000 Euro kosten. „Die Kosten der einzelnen Projekte konnten nur grob geschätzt werden“, sagt die Baudezernentin, „hier erwarten wir während der Detailplanung noch Änderungen.“

 

Außerdem vorgesehen sind die Projekte: Grundschule Großen Buseck (Anbau Schülerbetreuung/Mensa; 485.000 Euro), Grundschule Pohlheim/Hausen (Ersatzpavillon für Doppelnutzung von Unterricht und Nachmittagsbetreuung; 395.000 Euro), Salzbödetal-Schule (Neubau Pavillon; 380.000 Euro), Adolf-Reichwein-Schule (Einrichtung; 250.000 Euro), Willi-Ziegler-Schule Hungen (Sanierung Dach und Brandschutz; 200.000 Euro), Theo-Koch-Schule Grünberg (Einrichtung Neubau; 100.000 Euro) und die Anne-Frank-Schule Linden (Einrichtung Ganztagsbereich; 100.000 Euro).

 

Je 50.000 Euro eingeplant sind für die Grundschule am Diebsturm (Unterrichtsvorbereitung, Hausmeisterwohnung), die Grundschule in Langgöns-Oberkleen (Umnutzung von Klassenräumen, Verbesserung der Küche), Grundschule Lollar (Einrichtung Mensabereich) und die Lückebachschule in Pohlheim (Ausgabeküche). Die Grundschule in Staufenberg-Mainzlar erhält für 45.000 Euro eine Ausgabeküche und für die Grundschule Krofdorf-Gleiberg sind 30.000 Euro für die Einrichtung vorgesehen.

 

Außerdem stehen dem Landkreis Gießen aus dem Bundesprogramm zur Unterstützung finanzschwacher Kommunen ein Betrag von rund 19,35 Millionen Euro zu. „Der größte Anteil wird in energetische Sanierungen investiert“, erklärt Christiane Schmahl. Dies sind: die Willy-Brandt-Schule in Gießen (5,7 Mio. Euro), die Gesamtschule Hungen (4 Mio. Euro), Kreisvolkshochschule Lich (2,6 Mio. Euro), Grundschule am Diebsturm in Grünberg (2,3 Mio. Euro), Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim (2 Mio. Euro). Grundschule Wettenberg-Wißmar (500.000 Euro). Weitere 2,5 Millionen sind zur Sanierung von Straßen und Radwegen reserviert.


„Mit Hilfe dieser Programme werden wir bei der Ertüchtigung unserer Schulen einen großen Schritt vorankommen“, freut sich Schuldezernentin Christiane Schmahl. „ Wir werden dadurch künftig nicht nur viel Energie bei der Beheizung der Gebäude sparen, sondern sie auch sicherer machen. Außerdem, das ist für mich das wichtigsten, werden wir die baulichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Betreuungsqualität in der Schule weiter verbessert und die Nachmittagsbetreuung ausgebaut wird. Deshalb fließen über 80 Prozent der Mittel in Schulbauprojekte, und das ist gut so.“