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GruppenfotoGut fünf Jahre war Tobias Slenczek Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OLRD) für den Landkreis Gießen. Jetzt legt er diese Berufung auf eigenen Wunsch nieder und widmet sich in Kiel neuen Aufgaben. Landrätin Anita Schneider verabschiedete Tobias Slenczek und dankte für die geleistete Dienste: „Vielen Dank, dass Sie die verantwortungsvolle Aufgabe für so lange Zeit übernommen haben. Für Ihre weitere Karriere und auch persönlich wünsche ich Ihnen alles Gute!“


Dabei bleibt Tobias Slenczek der Johanniter Unfallhilfe (JUH) auch in Zukunft treu, erzählte er. Zur JUH ist er durch den Zivildienst gekommen. Seit Oktober 2003 war er hauptamtlich bei der JUH, im November 2010 zum OLRD berufen und seit Februar 2011 stellvertretender Rettungsdienstleister. Beim Blick zurück auf das Erlebte sagte er, dass er die ehrenamtliche Tätigkeit als OLRD immer gerne ausgeübt habe. Vor allem die Zusammenarbeit mit den anderen Beteiligten habe ihm besonders Spaß gemacht. In diesem Zusammenhang dankte er auch Dr. Simon Little und Horst Jeckel, die die Koordination des Rettungsdienstes seitens der Kreisverwaltung übernehmen.


Zugleich konnte Landrätin Anita Schneider den Pohlheimer Daniel Wurmbach zum OLRD berufen. Er erzählte, wie er zu dieser Funktion kam: Vor vier Jahren habe er begonnen, im Rahmen der Freiwilligen Feuerwehr sich mit dem Thema ‚Führen von Gruppen‘ zu beschäftigen und sich entsprechend weitergebildet. Weil ihn die Aufgabe ‚Führen‘ in einer Organisation der Gefahrenabwehr besonders interessiere, habe er sich dazu entschlossen, den Weg in Richtung „Organisatorischer Leiter Rettungsdienst“ einzuschlagen und dies mit seinem Beruf als Rettungsassistent bei der JUH zu verknüpfen.


Auf den Entschluss folgten ein ‚Zugführer‘-Lehrgang sowie der Lehrgang ‚OLRD‘ und jetzt schließlich die Berufung. „Auch Ihnen danke ich für die Bereitschaft, Ihr Knowhow jetzt auch in leitender Position einzubringen“, sagte Landrätin Schneider. Mit Daniel Wurmbach sind aktuell 14 OLRD in der Einsatzleitung Rettungsdienst für den Landkreis Gießen ehrenamtlich aktiv. Hinzu kommen eine Leitende Notärztin und 14 Leitende Notärzte. „Dies sind 29 hochqualifizierte und motivierte Menschen, die für Qualität im Rettungswesen sorgen – und das ehrenamtlich“, unterstrich Anita Schneider und lobte einmal mehr das herausragende Engagement.


Als Führungskräfte stellen sie sicher, dass auch bei einem Großschadensereignis – beispielsweise einer Massenkarambolage auf der Autobahn, einem Zugunglück oder einem Wohnhausbrand – eine schnellstmögliche medizinische Versorgung gewährleistet ist. Am Notfallort übernehmen sie die Führung der medizinischen Notfallversorgung, koordinieren medizinische Maßnahmen und überwachen diese. Gleichzeitig arbeitet die Einsatzleitung Rettungsdienst eng mit den Einsatzleitungen der Feuerwehr und der Polizei zusammen.