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Die Aufregung um einen Landwirtschaftsbetrieb in Buseck-Beuern wegen grober Verstöße gegen das Tierschutzrecht hat sich gelegt. Der Rinderbestand ist mittlerweile aufgelöst, der Landwirt ist den Auflagen der Amtstierärzte vom Landkreis Gießen eigenständig nachgekommen. Der Dezernent für Tierschutz im Landkreis Gießen, Dirk Oßwald, resümiert: „Durch kooperatives Verhaltens seitens des betroffenen Landwirts und dank der Hilfe einiger Tierfreunde hat die Episode nun ein gutes Ende genommen. Mir bleibt, allen Beteiligten für den Ablauf zu danken.“


Die Tierärzte des Fachdienstes Veterinärwesen und Verbraucherschutz hatten im November festgestellt, dass die Lebensbedingungen für rund 350 Rinder auf einem Hof in Beuern nicht länger zu tolerieren sind und ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Der Tierbesitzer hatte auch nach wiederholten Anordnungen und Auflagen die Lebensbedingungen seiner Tiere nicht nachhaltig verbessern können. Die erforderlichen Mindeststandards konnten nicht dauerhaft garantiert werden. Letzte Konsequenz aus Sicht des Veterinäramts: Abschaffen der Rinder und Untersagung der Haltung und Betreuung von Rindern für den Landwirt.


„Wir greifen nur in einer äußersten Notlagen zu solch harten, aber erforderlichen Auflagen“, erklärt der Leiter des Fachdienstes, Dr. Bruno Scherm. Zuletzt hatte das Veterinäramt des Landkreises im Februar 2015 einen Betrieb schließen lassen müssen, weil der Landwirt die tierschutzrechtlichen Mindeststandards nicht einhalten konnte.


In dem jetzt aktuellen Fall in Beuern musste der Landwirt einsehen, dass er sich nicht angemessen um seine Tiere kümmern konnte. „Er hat die von uns erteilten Auflagen schließlich akzeptiert und die Abschaffung seiner Rinder in Eigenregie organisiert“, bestätigt Bruno Scherm die Bemühungen des Landwirts. Binnen der gesetzten Frist bis Jahresende hat er es geschafft, all seine Tiere zu verkaufen oder zu vermitteln.


Dass die Auflösung des Tierbestands so zügig von Statten ging, begrüßen die Verantwortlichen vom Landkreis sehr. Die Zusammenarbeit des Tierhalters mit dem Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz gestaltete sich während dieser Phase positiv und kooperativ.