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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Drei Personen stehen auf einem Behindertenparkplatz, die mittlere Person zeigt auf das Symbol.(18.10.2021) Eigentlich ist Fabienne Faust Mitarbeiterin der Limeswerkstatt der Lebenshilfe in Pohlheim – im Juni 2019 aber wurde sie für einen Tag Landrätin des Landkreises Gießen: Für die Aktion Seitenwechsel, einem Projekt zum 60. Geburtstag der Lebenshilfe Gießen, tauschte sie die Rollen mit Landrätin Anita Schneider.

 

Fabienne Faust leitete die Verwaltung, Anita Schneider arbeitete in der Limeswerkstatt mit. Und die Rolle als Landrätin hat Faust genutzt: Sie brachte Verbesserungsvorschläge ein, die tatsächlich umgesetzt wurden. So setzte sie sich dafür ein, dass Behindertenparkplätze sowohl breiter werden, um mit einem Rollstuhl besser ein und aussteigen zu können, als auch besser erkennbar.

 

An der Kreisvolkshochschule in Lich wurde der neue, von Faust angeregte Behindertenparkplatz nun eingeweiht – und die Landrätin auf die Zeit und die echte Landrätin kamen noch einmal zusammen.

 

„Sie haben Ihre Sache wirklich sehr gut gemacht. Die Kreisverwaltung war begeistert von Ihrem Auftritt und auch ich habe bei dem Perspektivwechsel viel gelernt“, lobt Landrätin Anita Schneider ihre eintägige Vertretung Fabienne Faust. „Ihre Vorschläge haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, Betroffene zu fragen, sie einzubeziehen und ihnen zuzuhören, um Dinge zu verbessern.“

 

„Für mich war es spannend zu sehen, was eine Landrätin überhaupt für Aufgaben hat. Dabei fand ich besonders interessant zu sehen, wer beim Landkreis für welche Themen zuständig ist. Es war insgesamt eine sehr schöne Erfahrung und hat mir viel Spaß gemacht“, sagt Fabienne Faust.

 

Dirk Oßwald, Vorstand der Lebenshilfe Gießen, erklärt: „Der Seitenwechsel mit Frau Faust und Frau Schneider war eine wunderbare Aktion im Sinne der Inklusion. Dass dieser Rollentausch noch zwei Jahre später positiv nachwirkt und bei allen Beteiligten in bester Erinnerung geblieben ist, freut mich sehr.“

 

Barrierefreiheit wird an der Kreisvolkshochschule als Querschnittsaufgabe betrachtet: Sie betrifft nicht nur bauliche Vorkehrungen wie Behindertenparkplätzen, Aufzug oder Rampenanlagen, sondern auch die breite Zugänglichkeit aller Bildungsangebote.

 

Weitere Informationen zum Thema Inklusion und Barrierefreiheit an der VHS erhalten Interessierte per E-Mail an eric.mootz@lkgi.de oder unter Telefon: 0641 9390-5702 (Sprechzeiten: mittwochs von 10 bis 12 Uhr).

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