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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Fachwerkfassade und SprossenfensterNeues Leben für leerstehende Häuser oder alte Hofanlagen: Der Landkreis Gießen will künftig Umbauten und Sanierungen in den Ortskernen im ländlichen Raum fördern. Er trägt so gleichzeitig zur Schaffung von neuem und barrierefreien Wohnraum im ländlichen Raum und zum Erhalt historischer Dorfzentren bei. Landrätin Anita Schneider hat eine Richtlinie zur Revitalisierung der Ortskerne vorgelegt, über die am 24. Juni der Kreistag beraten wird. Der Kreisausschuss hat am Montag bereits seine Zustimmung gegeben.

 

„Die Bevölkerung im Landkreis Gießen wächst, gleichzeitig steigt die Zahl der älteren Menschen“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Die Zahlen aus unserem vor kurzem vorgelegten Demografieatlas belegen diese Entwicklung.“ Als Ergebnis sei nicht nur bezahlbarer, sondern auch barrierefreier Wohnraum für die Zukunft nötig – und das vor allem auch in alten Ortskernen. „Wir möchten die Schaffung von neuem Wohnraum dort fördern, wo Leerstand droht“, sagt Landrätin Schneider. „Zugleich tragen wir damit zum Erhalt historischer Gebäude und zu lebendigen Ortskernen bei und können es vor allem älteren Menschen ermöglichen, in ihrer vertrauten und heimatlichen Umgebung zu leben.“

 

Landrätin Schneider: „Wir unterstützen die Städte und Gemeinden“

 

Die neue Richtlinie zur Revitalisierung der Ortskerne im Landkreis Gießen setzt dort an, wo häufig ältere Menschen leben – in älteren Häusern und Hofanlagen in Dorfzentren. Sie beschränkt sich dabei aber längst nicht auf den barrierefreien Umbau von Gebäuden, sondern sieht grundsätzlich eine Förderung für Vorhaben vor, bei denen es um Modernisierung und Sanierung geht, um neuen Wohnraum zu schaffen. Insgesamt sind rund 690.000 Euro im Haushalt des Kreises dafür eingeplant.

 

„Wir unterstützen so Städte und Gemeinden im ländlichen Raum dabei, Leerstand zu vermeiden und neuen Wohnraum zu schaffen“, sagt Landrätin Schneider. „Auch wenn Wohnungsbau nötig ist, verlieren wir Ortskerne nicht aus dem Blick und unterstützen den Erhalt historischer Bausubstanz, die zur Identität und kulturellen Tradition unserer Dörfer gehört.“

 

Die Voraussetzung für einen Zuschuss: Es muss sich um Vorhaben in Gebäuden handeln, die denkmalgeschützt oder aus historischen oder städtebaulichen Gründen erhaltenswert sind. Eine Förderung beantragen kann jeder - vorausgesetzt, die Gesamtkosten des Vorhabens betragen mindestens 25.000 Euro. Der Landkreis gewährt bis zu 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 75.000 Euro. In erster Linie möchte der Landkreis Projekte unterstützen, die zu einer neuen Nutzung bisher leerstehender Wohngebäude in Ortskernen führen.

 

Wer sich näher informieren möchte, kann das bei der Wohnraumförderung des Fachdiensts Bauaufsicht des Landkreises Gießen tun. Dort wäre auch die Förderung zu beantragen.

 

Jeder Antrag kommt samt Anlagen in der Gesellschafterversammlung der SWS (Sozialer Wohnungsbau und Strukturförderung im Landkreis Gießen GmbH) zur Beratung auf den Tisch. Der Gesellschaft gehören mittlerweile 15 Kommunen sowie der Landkreis selbst an. Sie begleitet, berät und unterstützt die Städte und Gemeinden dabei, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Über die Vergabe der Zuschüsse entscheidet schließlich der Kreisausschuss nach der Richtlinie zur Revitalisierung der Ortskerne.

 

Infos und Impulse rund um das Thema gibt es im ALBIZ

 

Tipps, Infos und Impulse rund um die Sanierung historischer Gebäude gibt der Landkreis Gießen auch über das Altbau-Beratungs- und Informationszentrum ALBIZ. Die Einrichtung, getragen vom Landkreis Gießen, unterstützt von der SWS, der Stadt Grünberg und dem ALBIZ-Förderverein, entsteht im vermutlich ältesten noch erhaltenen Fachwerkhaus in der Altstadt von Grünberg. Interessierte werden dort Einblicke in historische Bausubstanz und Experten-Tipps zu Neugestaltung und Erhalt bekommen. Weitere Informationen, auch über eine Mitgliedschaft im Förderverein, gibt es im Internet unter www.albiz-gruenberg.de

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