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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Die Europaflagge weht an der Kreisverwaltung in Gießen.Landkreis Gießen. Gémenos, Sorgues, Goleszów – es sind nur drei Namen von Partnergemeinden, die stellvertretend für viele Freundschaften stehen: Enge Verbindungen sind aus dem Landkreis Gießen in andere Teile Europas geknüpft worden. Der Landkreis Gießen liegt nicht nur mittendrin in Europa, er profitiert auch von Europa. 200.887 Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Gießen sind aufgerufen, am 26. Mai ihre Stimme bei der Wahl des Europäischen Parlaments abzugeben.

 

Wie wichtig es ist, eine Stimme für Europa abzugeben, darauf weist der Hessische Landkreistag (HLT) hin, dem auch der Landkreis Gießen angehört. Digitalisierung, Sozial- und Umweltpolitik – alle diese Themen betreffen die kommunale Ebene. Nur durch eine starke Einbindung der Kommunen kann Zustimmung zu Europa gelingen, appelliert der HLT. Für den Landkreis Gießen hat Europa in vielfältiger Weise große Bedeutung. Wirtschaftliche Beziehungen, Austausch in Wissenschaft und Forschung, Europaschulen wie in Lollar und Staufenberg und viele persönliche Kontakte durch Städte- und Gemeindepartnerschaften sind prägend.

 

Im Landkreis Gießen gibt es 37 Partnergemeinden in Europa

 

Stichwort Partnerschaften: Nahezu jede Kommune im Landkreis hat eine befreundete Gemeinde in einem anderen europäischen Land. Von Allendorf/Lumda bis Langgöns, von Heuchelheim bis Hungen: Insgesamt gibt es 37 Partnergemeinden in Europa, die meisten in Frankreich und Polen. Dass sich zum Beispiel  Bürger aus Grünberg und Mragowo, aus Lollar und Brassac-les-Mines als Freunde begegnen, das dürfte vor dem Hintergrund von Krieg, Gewalt und Vertreibung vor 75 Jahren noch unvorstellbar gewesen sein. „Bürgerschaftliches Engagement hat dazu beigetragen, dass Gräben und Grenzen überwunden wurden“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Das Entstehen und die Pflege der Partnerschaften zeigen im Kleinen, wie im Großen ein friedvolles, freundschaftliches und respektvolles Miteinander gelingen kann.“

 

Geld der EU steckt in vielen Vorhaben und Projekten im Landkreis

 

Heute ist der Landkreis Gießen eine von vielen Regionen in einem Europa der Regionen. Dank der Europäischen Union flossen und fließen Fördermittel auch in viele Vorhaben des Landkreises Gießen: So steckt Europa zum Beispiel im Bildungs- und Kulturzentrum (BiKUZ) im Künstlerhof Arnold in Allendorf (Lumda) – mit mehr als 8000 Euro Zuschuss wurden im vergangenen Jahr neue Formate der Erwachsenenbildung im ländlichen Raum entwickelt und wissenschaftlich begleitet. 4000 Euro jährlich ermöglichen die Qualifizierungsoffensive im Landkreis Gießen mit: Kleine und mittlere Unternehmen werden hier über individuelle Aus- und Weiterbildungsangebote für ihre Teams beraten. 15.000 Euro stecken im Programm der „Energie-Coaches“, die Bürger rund um die Themen Energieeinsparung und –Effizienz sensibilisiert, informiert und auf weitere Beratungsangebote hingewiesen haben.

 

Viele weitere Projekte mehr haben Städte und Gemeinden mithilfe der EU verwirklichen können. Allein die Zuschüsse aus dem Programm LEADER, die über die Region GießenerLand generiert werden konnten, haben in den vergangenen Jahren Projekte vom Dorfladen Villingen über die Schäferwagen in Nonnenroth und den Bürgerpark Lich bis zum Kulturdenkmal Bieberlies am Rodheimer Bahnhof ermöglicht. „Europa findet sich nahezu überall in unserem Landkreis“, sagt Landrätin Anita Schneider, „sei es durch die Förderung von Projekten, die zu einer besseren Infrastruktur beitragen und uns zukunftsfähig machen, oder durch vielfältigste Verbindungen in Wirtschaft und Beruf, Bildung und Ehrenamt.“

 

Friedensfilm mit Beteiligung der Landrätin im „Traumstern“

 

Kann Europa gerade deshalb – wegen seiner Gegenwart und seiner wechselhaften Geschichte – ein Friedensvorbild für Konfliktregionen sein? Dem geht der Dokumentarfilmer, Friedensaktivist und Journalist Simon Jacob aus Augsburg mit seinem Filmprojekt „Peacemaker“ nach. Im Landkreis Gießen ist Jacob nicht unbekannt: Er war auch schon am VHS-Talk der Kreisvolkshochschule in Wettenberg beteiligt.

 

Fünf Jahre hat sein Filmprojekt von der Idee bis zur Fertigstellung gedauert, gut 70.000 Kilometer hat Jacob dafür zurückgelegt. Er hat mit Menschen an den Gräbern von Verdun und im Nahen Osten gesprochen, Vertreter vieler Nationen und Generationen befragt und auch Politiker um Antworten und Ansichten gebeten – darunter auch die Gießener Landrätin Anita Schneider. Europa als Wertegemeinschaft und Garant für Frieden, die Bedeutung dieser Themen auch vor dem Hintergrund ihrer eigenen Familiengeschichte, unter anderem dazu hat Schneider mit Simon Jacob gesprochen.

 

Wenige Tage nach der Premiere in Augsburg wird der Film am 16. Mai um 19 Uhr im Kino „Traumstern“ in Lich zu sehen sein. Schülerinnen und Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule gestalten dort das Programm mit.

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