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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Der Demografieatlas für den Landkreis Gießen wurde im Februar vorgestellt.Das renommierte Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung bestätigt die Wachstumsprognose für den Landkreis Gießen aus dem kürzlich vorgelegten Demografieatlas des Kreises. Während das Land Hessen für den Zeitraum zwischen 2015 und 2030 ein Anwachsen der Einwohnerzahl von 2,5 Prozent voraussagt, hat der Landkreis Gießen nun den Beleg für ein wesentlich größeres Wachstumspotenzial von knapp 5,3 Prozentpunkten zwischen 2016 und 2030. Damit entwickelt sich die Bevölkerung im Vergleich sogar dynamischer als in vielen Landkreisen des Rhein-Main-Gebiets.

Der Landkreis Gießen hatte den Demografieatlas als wichtigen Baustein seines Demografiemonitorings nach eigenen Erhebungen und Analysen ausgearbeitet. Landrätin Anita Schneider stellte den Atlas im Februar Gremien und Öffentlichkeit vor. Das Werk, das unter Federführung des Demografiebeauftragten Dr. Julien Neubert entstand, gibt auf mehr als 200 Seiten Informationen zur Bevölkerungsstruktur und -Entwicklung der Kreiskommunen. Es dient als wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, um Bedarfe für die Zukunft abzuleiten und darauf zu reagieren. „Die Studie des Berlin-Instituts bestätigt unsere Arbeit am Demografiemonitoring und gibt der Kommunalpolitik eine gute Entscheidungsgrundlage in die Hand“, sagt Landrätin Anita Schneider.

Landrätin Schneider sieht einen Beleg für eine gute Eigendynamik

Die Studie des Instituts zur demografischen Lage aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte sagt für den Landkreis Gießen bis 2035 ein Wachstum von rund sechs Prozent voraus, was den Annahmen des Landkreises entspricht. Die Studie zeigt für Hessen insgesamt ein Nord-Süd-Gefälle auf. Der Landkreis Gießen ist der einzige Landkreis im Regierungsbezirk, der bis 2035 weiter wachsen wird, während für die Nachbarlandkreise in Mittelhessen mitunter deutliche Rückgänge zu erwarten sind. Und mehr noch: Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Gießen ist weitaus positiver als die in der Mehrzahl der direkten Nachbarlandkreise von Frankfurt am Main. So erwarten die Bevölkerungswissenschaftler des Berlin-Instituts für den Hochtaunuskreis und den Wetteraukreis lediglich ein Wachstum von 0,3 und 0,7 Prozent. Der Landkreis Offenbach und der Main-Taunus-Kreis werden der Studie zufolge um jeweils 3,8 Prozent anwachsen.

„Das zeigt, dass nicht nur die Nähe zum Ballungsraum Rhein-Main ausschlaggebend für eine dynamische Entwicklung ist, sondern auch eine Eigendynamik für diesen positiven Effekt sorgen kann“, sagt Landrätin Schneider. Sie verweist auf gute Verkehrsanbindungen, flächendeckende Breitbandversorgung und die Nähe zum Hochschulstandort Gießen. Auch mit der Initiative zur Reaktivierung von Bahnstrecken und der damit verbunden Stärkung des ländlichen Raums, dem Beitritt zur Frankfurt-Rhein-Main-GmbH sowie einer interkommunalen Wohnungsbau- und Strukturförderung habe die Kreispolitik die richtigen Ansätze gewählt.

Auch in der Gesamteinschätzung der Zukunftsfähigkeit der Landkreise, gemessen an Demografie, Wirtschaft, Bildung und Familienfreundlichkeit, sieht das Berlin-Institut den Landkreis Gießen im grünen Bereich – ein Ergebnis, zu dem auch der kleinräumige demografische Zukunftsindex als Teil des Demografiemonitorings kommt.

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung wurde im Jahre 2000 als gemeinnützige und unabhängige Stiftung gegründet. Das Institut hat sich der Aufgabe verschrieben, das Bewusstsein für den demografischen Wandel zu schärfen, nachhaltige Entwicklung zu befördern und die Politik mit Entscheidungsgrundlagen und Ideen zu befruchten.

Der Demografieatlas ist auf der Internetseite des Landkreises Gießen zu finden.

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