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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Gruppenfoto FeierstundeZu einer Feierstunde hatten die Breitband Gießen GmbH, die Telekom und Landrätin Anita Schneider ins Kochwerk in Lich-Langsdorf eingeladen. Anlass war der erfolgreiche Abschluss der Ausbaustufe 2 im Rahmen der Breitbandversorgung des Landkreises Gießen.

 

Die Breitband Gießen GmbH wurde im März 2011 mit dem Ziel gegründet, den Breitbandausbau im Landkreis Gießen flächendeckend zu gewährleisten. „Diesem Ziel sind wir mit dem Ende der Ausbaustufe 2 schon ganz nah“, erklärte der Geschäftsführer der Breitband Gießen GmbH Stefan Becker. Und weiter: „Bereits in der Ausbaustufe 1 konnten wir durch den eigenständigen Ausbau des Netzes über 50 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet versorgen.“ Mit dem erfolgreichen und fristgerechten Abschluss der Ausbaustufe 2 sind nun nahezu flächendeckend 99 Prozent der Haushalte mit einem Breitbandanschluss versorgt.

 

Der Netzausbau in der Stufe 2 wurde nach einer Ausschreibung von der Deutschen Telekom im Jahr 2016 übernommen. Stefan Becker dankte den Anwesenden der Telekom im Namen der Breitband Gießen GmbH für die gute Zusammenarbeit. Die Breitband Gießen GmbH übernahm in der Ausbaustufe 2 eine Steuerungsfunktion zwischen den Beteiligten und koordinierte die Versorgung der restlichen Ortsteile. „Wichtig war es, die Bevölkerung stets über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen und die voraussichtliche Buchbarkeit zu informieren, denn das Interesse an schnellem Internet ist groß und insbesondere für die ansässigen Gewerbeunternehmen unabdingbar“, berichtete Stefan Becker.

 

Frank Bothe, Leiter der für den Ausbau verantwortlichen Technik-Niederlassung der Telekom erklärt: „Insgesamt haben wir 165 neue Multifunktionsgehäuse gestellt, 137 km Glasfaser verlegt und 58 km Tiefbauarbeiten durchgeführt. Die Glasfaserstrecke, die hierfür von der Telekom verbaut wurde, entspricht einer Entfernung Gießen – Frankfurt/Flughafen und wieder zurück.“

 

Landrätin Anita Schneider resümiert: „Der erreichte Standard des Breitbandausbaus im Landkreis Gießen zeigt, dass wir alles richtiggemacht haben. Mit der Entscheidung im Jahre 2011 eine Gesellschaft Breitband Gießen zu gründen, die in enger vertraglicher Kooperation mit der Telekom zusammenarbeitet, haben wir bereits zu einer Zeit mit dem Breitbandausbau begonnen, in der wenig in diese Infrastruktur investiert wurde. Heute sind wir in der komfortablen Lage, den weiteren Ausbau im Rahmen einer Gigabit-Strategie fort zu führen. Gut aufgestellt mit unserer Breitband Gießen Gesellschaft bleiben wir für die Menschen, die Unternehmen und unsere Bildungseinrichtungen am „Puls der Zeit“, um im Wettbewerb der Regionen weiterhin gute Voraussetzungen am Standort Landkreis Gießen zu bieten.“

 

Die Kosten beliefen sich für die Kommunen in den ersten beiden Ausbaustufen auf rund 9 Millionen Euro. Förderprogramme des Landes Hessen unterstützten mit weiteren 500 Tausend Euro. „Um den nicht-rentierlichen Teil der Investitionen, wie die Anbindung entfernter oder kleinerer Ortschaften zu gewährleisten, haben die Gemeinden im Jahr 2012 unter Federführung des Landkreises Gießen eine Beteiligungsgesellschaft gegründet, die zu 49 Prozent in die Breitband Gießen GmbH eingestiegen ist“, berichtete Lich`s Bürgermeister und Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft Breitband Gießen Bernd Klein. Die restlichen 51 Prozent hält die W&L Holding, eine GmbH der Unternehmensgruppen Weimer und Lück. Im Jahr 2012 gab es eine Umfrage im Kreisgebiet zur Notwendigkeit des schnellen Internets. 71 Prozent der Befragten befanden Zugang zum schnellen Internet als nötig, beziehungsweise als dringend nötig. Diese Umfrage habe gezeigt, dass man mit dem forcierten Breitbandausbau auf dem richtigen Weg sei.

 

Auch wenn nun 99 Prozent versorgt sind: „Unser Ziel sind 100 Prozent. Das haben wir uns durch eine geplante Nachverdichtung bislang nicht versorgter Gebiete in der Ausbaustufe 3 zur Aufgabe gemacht“, so Udo Lück (Geschäftsführender Gesellschafter der Lück Invest GmbH). Zurzeit findet eine Bedarfserhebung in den Kommunen statt, um die „blinden Flecken“ ausfindig zu machen. Dabei liegt der Fokus neben den Wohn- und Gewerbegrundstücken besonders auf den Anschlüssen für staatliche/institutionelle Bereiche, wie z.B. Kindergärten, Schulen, Feuerwehrhäuser, Rathäuser, etc.

 

Neu in der Ausbaustufe 3 ist zudem, dass Glasfaser direkt bis zum Gebäude verlegt wird (FTTB=Fiber to the building). Bislang wurde Glasfaser bis zum Bordstein verlegt (FTTC=Fiber to the curb) und auf der restlichen Strecke bis zum Gebäude das vorhandene Kupferkabel genutzt. „Mit der neuen Glasfaserstrategie sorgen wir für die bestmögliche digitale Infrastruktur im Landkreis. Das betrifft insbesondere die Schulen, damit sie neueste digitale Lehr- und Lernmethoden nutzen können“, erklärte Stefan Becker.

 

Weitere Eigenausbauprogramme der Telekom sind ebenfalls bereits in vollem Gange. Dazu gehört zum Beispiel der Ausbau der Nahbereiche, die in einem Radius von ca. 550 Meter um die jeweiligen Vermittlungsstellen der Telekom liegen. Bis Anfang 2020 soll das Programm abgeschlossen sein und zusätzlich rund 14.000 Haushalte mit schnellen Bandbreiten versorgen. Und wer noch schneller im Internet unterwegs sein möchte, kann bald mit bis zu 250 MBit/s surfen: Ab August zündet die Telekom bundesweit ihren Datenturbo: mit Super-Vectoring ist die Geschwindigkeit mehr als doppelt so schnell. In der ersten Tranche werden bereits rund 19.000 Haushalte im Landkreis Gießen in den Genuss kommen.

 

Bei Fragen zur Ausbaustufe 3 und zum Super-Vectoring mit einer möglichen Geschwindigkeit bis zu 250 Mbit/s stehen die Ansprechpartner der Breitband Gießen, Andrea Müller (SPIE Lück GmbH) und Mario Rustler (Mattern und Rustler GmbH), unter folgenden Kontaktdaten gerne zur Verfügung:

 

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