Spatenstich für Schulgebäude in Alten-Buseck
Zweigeschossiger Erweiterungsbau bietet Raum für steigende Schülerzahlen an der Hofburgschule
Die Bagger rollen bereits seit April, nun fand der offizielle Spatenstich für den zweigeschossigen Erweiterungsbau der Grundschule Alten-Buseck in Trägerschaft des Landkreises Gießen statt. Aufgrund steigender Schülerzahlen werden weitere Klassen- und Differenzierungsräume benötigt. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
„Mit der Erweiterung des Schulgebäudes schaffen wir gute Lern- und Unterrichtsbedingungen an der Hofburgschule“, sagt Schul- und Baudezernent Christopher Lipp. „Wir bauen hier eine Schule der Zukunft, die den wachsenden Anforderungen und den gestiegenen Schülerzahlen gerecht wird.“
Das neue Gebäude entsteht auf dem nördlichen Teil des Schulgeländes und schließt an das bestehende Ensemble an. Dadurch entsteht in der Mitte eine neue Aula mit Oberlicht im Erdgeschoss sowie ein kleiner Lichthof im Obergeschoss. Der Anbau wird pro Etage zwei Klassenräume, einen Differenzierungsraum und ein Büro sowie einen Lagerraum beherbergen.
Barrierefreiheit im gesamten Gebäude
Das Bauvorhaben sorgt für eine bessere Erschließung der Gebäude, da die neuen Flure in beiden Etagen mit den bestehenden Fluren verbunden wird. In Kombination mit einem Aufzug werden somit nicht nur das neue Schulgebäude barrierefrei, sondern auch alle Bestandsräumen, die aus den 1960er und 1990er Jahren stammen.
Die in die Jahre gekommene WC-Anlage der Hofburgschule wird im Zuge der Bauarbeiten ebenfalls saniert. Auf dem neu gestalteten Schulhofbereich wird nach Abschluss der Bauarbeiten das „grüne Klassenzimmer“ einen neuen Platz finden, zudem können sich die Schülerinnen und Schüler über neue Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten freuen.
Die Gesamtkosten für alle Baumaßnahmen belaufen sich auf ca. 5,2 Millionen Euro. Davon entfallen rund 4 Millionen Euro auf die Baukosten für den Erweiterungsbau inklusive der Neugestaltung der Außenanlage und ca. 300.000 Euro auf die Sanierung im Bestand. Die Planungs- und Baunebenkosten werden mit etwa 900.000 Euro veranschlagt.
Energieeffiziente Bauweise und moderne Technik
Das Gebäude wird in einer ökologischen und energieeffizienten Bauweise errichtet, die an den Passivhausstandard angelehnt ist. Der Anbau ist als Holzhybridgebäude konzipiert, der sich in das bestehende Ensemble einfügt. Er wird auf einer Stahlbetonbodenplatte errichtet, kritische Elemente werden ebenfalls in massiver Stahlbetonbauweise ausgeführt. Der Rest des Gebäudes wird in Holzbauweise realisiert, wodurch eine nachhaltige und umweltfreundliche Bauweise sichergestellt wird.
Das Dach wird auf der Südseite mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die der Eigenstromnutzung dient. Die Haustechnik des gesamten Schulgebäudes wird im Zuge des Anbaus modernisiert und auf energieeffiziente Technik umgestellt. Künftig soll eine Luft-Wasserwärmepumpe in Kombination mit einer Gas-Brennwertanlage die Wärmeversorgung der gesamten Schule sicherstellen.

