Vier Personen stehen in einem Unterrichtsraum und schauen in die Kamera.
Veröffentlicht am: 20.01.2026|Kategorien: Schulen und Sport|

MINT-Budget eröffnet Schulen neue Möglichkeiten

Landkreis Gießen investiert gezielt in MINT-Bildung

Der neue Maker-Space an der Theo-Koch-Schule in Grünberg eröffnet Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten, Technik und Robotik praktisch zu erleben. Sie entwerfen und drucken dreidimensionale Modelle, arbeiten mit modernen Lasersystemen und lernen Programmieren anschaulich kennen. Ermöglicht wird das durch das MINT-Innovationsbudget des Landkreises Gießen. Mit diesem Budget fördert der Landkreis seit 2024 gezielt die so genannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ziel ist es, jungen Menschen zeitgemäße Lernangebote zu machen und ihr Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Themen zu stärken.

„Gerade in den MINT-Berufen fehlen schon heute qualifizierte Fachkräfte“, sagt Schuldezernent Christopher Lipp. „Mit unserem MINT-Innovationsbudget schaffen wir in den Schulen des Landkreises Gießen moderne Lernorte, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Technik und Naturwissenschaften begeistern. Die Theo-Koch-Schule ist dabei eine echte Leuchtturmschule im Landkreis und zeigt, wie praxisnahe MINT-Bildung gelingen kann.“

Langfristige Förderung schafft Planungssicherheit

Über einen Zeitraum von fünf Jahren stellt der Landkreis rund 1,5 Millionen Euro für die MINT-Förderung an Schulen bereit. Im Jahr 2025 lag die Fördersumme bei rund 280.000 Euro. Für 2026 wird das Budget entsprechend der Planung sogar noch leicht aufgestockt. Der MINT-Etat ist im neuen Medienentwicklungsplan des Landkreises verankert und soll über die nächsten Jahre verstetigt werden. So will sich der Landkreis dauerhaft als starker Standort für die MINT-Bildung etablieren.

Die Schulen können über ihr Budget jeweils frei entscheiden. Gefördert wurden bislang unter anderem 3D-Drucker, CNC-Fräsen, Robotik-Sets, VR-Brillen, Drohnentechnik, KI-Anwendungen sowie elektronische Bauteile für den informatiknahen Unterricht.

Maker-Space bietet Raum für Ideen

An der Theo-Koch-Schule in Grünberg wurden rund 20.000 Euro in den Aufbau des Maker-Spaces investiert. Ein Maker-Space ist ein offener Lern- und Arbeitsraum, in dem Schülerinnen und Schüler eigene Ideen entwickeln und diese mit moderner Technik umsetzen können. In einem projektorientierten Rahmen trifft Kreativität auf Praxis. Der vorhandene Informatikraum wurde dafür von den Lehrern für Naturwissenschaften Moritz Metelmann und Christian Noack neu eingerichtet und soll ab dem nächsten Schuljahr in den Unterricht ab der fünften Klasse integriert werden. Der Raum bietet 16 Computerarbeitsplätze, acht 3D-Drucker und zwei CNC-Fräsen.

Vernetzung von Bildung und regionaler Wirtschaft

Schulleiter Jörg Keller betont den Mehrwert für den Schulalltag: „Unsere Schülerinnen und Schüler lernen hier praxisnah und eigenständig. Sie setzen Ideen um und sammeln wichtige Erfahrungen für ihre weitere Entwicklung. Die neue Technik kommt sehr gut an.“ Auch stelle der Raum eine wichtige Brücke zur regionalen Wirtschaft im MINT-Bereich dar: Bei Projektwochen arbeitet die Schule eng mit lokalen Unternehmen zusammen. Ein großer Teil der Auszubildenden findet auf diese Weise ihre Betriebe.

Mit dem MINT-Innovationsbudget setzt der Landkreis bewusst auf langfristige Förderung statt auf Einzelmaßnahmen. Die Investitionen stärken die Schulen, vernetzen Bildung und Wirtschaft und geben jungen Menschen wichtige Impulse für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg.

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