Ausgerüstet mit Kescher und Becherlupe haben angehende Erzieherinnen und Erzieher der Gießener Aliceschule die Bieber bei Heuchelheim erkundet. Anlass war der Gewässertag der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises Gießen, der Umwelt- und Naturschutz erlebbar machen sollte. Seit drei Jahren ist es das Ziel der Veranstaltung, zu zeigen, wie sich ökologische Themen spielerisch und anschaulich in die pädagogische Arbeit mit Kindern integrieren lassen.
Unter Anleitung von Sabrina Rest von der UNB fingen die Teilnehmenden Kleinstlebewesen aus dem Bach, bestimmten sie in der nahegelegenen Umweltstation Lahnaue und setzten sie anschließend wieder schonend an ihren Fundort zurück. Anders als in den Vorjahren fand der Gewässertag diesmal bei herbstlichen Temperaturen statt – das tat der Begeisterung jedoch keinen Abbruch.
„Der Gewässertag zeigt, wie erlebnisorientierte Umweltbildung aussehen kann“, sagt Naturschutzdezernent Christian Zuckermann. „Ich freue mich, dass junge Menschen hier erleben, wie spannend und wichtig Natur- und Gewässerschutz sind – und wie sie dieses Wissen künftig an Kinder weitergeben können.“ Die Kooperation zwischen Schule und Landkreis sei der richtige Weg, um wichtige Nachhaltigkeitsthemen breit an Kinder zu vermitteln. Zuckermann dankt besonders Dr. Peter Ströde vom NABU Heuchelheim, der die Räumlichkeiten der Station im Namen des Vereins zur Verfügung stellte.
Abgerundet wurde der Tag durch einen gemeinsamen Austausch: Wie lassen sich die praktischen Erfahrungen in den Alltag von Kitas und Schulen integrieren? Welche Methoden fördern Neugier und Achtsamkeit im Umgang mit der Natur? Die angehenden pädagogischen Fachkräfte entwickelten dazu kreative Ideen – und nahmen viele Impulse für ihre zukünftige Arbeit mit.

