Zwei Personen stehen vor einem Baum und präsentieren die Plakette mit dem QR-Code.
Veröffentlicht am: 27.10.2025|Kategorien: Natur- und Umweltschutz|

QR-Codes für Schutzgebiete im Landkreis Gießen

Wissenswertes über ausgewählte Naturdenkmäler und Geschützte Landschaftsbestandteile erfahren

58 Naturdenkmäler und zehn Geschützte Landschaftsbestandteile gibt es im Landkreis Gießen. Sie sind unter anderem für die ökologische Vielfalt von besonderer Bedeutung. Um auf diese besser aufmerksam zu machen, stattet der Fachdienst Naturschutz des Landkreises Gießen sie mit Hinweisschildern mit QR-Codes aus.

Naturschutzdezernent Christian Zuckermann und Alisha Weigand, naturschutzfachliche Mitarbeiterin des Fachdienstes Naturschutz, haben eins von insgesamt 35 Schildern an der Bank des Naturdenkmals „Napoleonseiche“, östlich von Harbach, angebracht. Der Vogel- und Naturschutzverein, der die Bank 2001 erbaut und gestiftet hat, hat dem Anbringen zugestimmt. Darauf abgebildet ist ein blauer QR-Code.

„Mithilfe der Handykamera lässt sich der Code scannen. Dieser führt direkt auf unsere Internetseite mit den Schutzgebieten, wo auf einer interaktiven Karte alle Orte mit Hintergrundinformationen hinterlegt sind“, erklärt Zuckermann. So können Vorbeikommende mehr über den besonderen Ort erfahren.

Nach und nach werden die kleinen Hinweisschilder an ausgewählten Standorten entweder an den Pfosten der Schilder oder in unmittelbarer Nähe der Bäume, also zum Beispiel an vorhandenen Bänken, angebracht.

Der Fachdienst Naturschutz im Landkreis Gießen ist für die Ausweisung von Naturdenkmälern und Geschützten Landschaftsbestandteilen zuständig. Dies können zum Beispiel markante Bäume, Baumgruppen oder Streuobstwiesen sein, die eine besondere ökologische, kulturelle oder historische Bedeutung haben.

Vor allem hinter den Naturdenkmälern stecken oft spannende Geschichten, die eng mit den örtlichen Geschichten verwoben sind. Die hier gezeigte mächtige Stieleiche mit ihrer ausladenden Krone ist etwa 400 Jahre alt und wurde 1939 unter Naturschutz gestellt. Vor Ort ist sie auch als „Elsa-Ruh“ bekannt. Die Saga um ihren Namen handelt von einem Mädchen namens Elsa, welches an der Eiche verstarb. In Harbach wurde der Baum wohl fortan so genannt, um an sie zu erinnern. Diese Geschichten sollen mit den Bäumen weiterleben.

Noch in diesem Jahr sollen weitere 20 Naturdenkmäler unter Schutz gestellt werden. Zuletzt wurden 2011 zehn Naturdenkmäler ausgewiesen. Im letzten Jahr sind außerdem drei Geschützte Landschaftsbestandteile hinzugekommen. Eine Übersicht dazu finden Interessierte unter www.lkgi.de/schutzgebiete.

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