Naturschutzdezernent Christian Zuckermann (4. v. l.), Fachdienstleiterin Katharina Habenicht (links) und Johanna Müller (3. v. r.) von der Unteren Naturschutzbehörde haben die Nisthilfen an Vertreter:innen der Naturschutzgruppen aus Lollar, Allendorf (Lumda) und Grünberg übergeben. (Foto: Landkreis Gießen)
Veröffentlicht am: 22.07.2025|Kategorien: Natur- und Umweltschutz|

Nisthilfen für den Artenschutz

Landkreis Gießen und Naturschutzgruppen schaffen neue Brutplätze für heimische Vogelarten und Fledermäuse

Mauersegler, Haussperling, Mehlschwalbe und Fledermäuse verlieren immer häufiger ihre Brutplätze. Deshalb setzt sich der Landkreis Gießen für diese gebäudebewohnenden Arten ein und hat bereits zum dritten Mal Nistkästen beschafft. Der Fachdienst Naturschutz hat diese nun an die NABU-Ortsgruppen Allendorf (Lumda) und Grünberg sowie die Vogelfreunde Lollar und Umgebung übergeben.

Die Ehrenamtlichen werden die Kästen an Hausfassaden von Vogelfreunden anbringen, die sich dazu bereit erklärt haben.

Naturschutzdezernent Christian Zuckermann ist dankbar für das Engagement der Naturschutzgruppen, denn die genannten Vogelarten sowie Fledermäuse seien auf die alternativen Brutplätze angewiesen. „Die sogenannten Gebäudebrüter nutzen Hauswände, Dachspalten und Hohlräume als Rückzugsorte. Diese gehen allerdings durch Abrisse und Sanierungen zunehmend unbemerkt verloren – die Nistkästen können dann Ersatz schaffen“, erklärt Zuckermann.

Zwar sind die genannten Arten streng geschützt und die Nester dürfen nicht zerstört werden. Wenn es jedoch aufgrund einer Sanierung nicht vermeidbar ist, muss in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde zuvor ein Ersatz mittels Nisthilfe geschaffen werden.

Die rund 40 neuen Nisthilfen im Wert von 3100 Euro sollen dafür sorgen, dass die Vogel- und Fledermausarten auch künftig im Landkreis Gießen heimisch bleiben.

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