Neue Standards für Naturerlebnis im GießenerLand
Landkreis Gießen bringt Optimierung von Wanderwegen voran
Ob Tourismus oder Naherholung – viele Menschen zieht es in ihrer Freizeit in die Natur. Das GießenerLand bietet für kurze oder ausgedehnte Wanderungen vielfältige Möglichkeiten. Über das LEADER-Projekt „Spazierwanderregion GießenerLand“ möchte der Landkreis Gießen die Wanderinfrastruktur in der Region weiter optimieren. Dafür hat er eine Förderung in Höhe von rund 45.600 Euro durch das LEADER-Programm der EU beantragt und arbeitet Hand in Hand mit den Kommunen.
Das Gleiberger Land, die Gießener Lahntäler, der Westliche Vogelsberg – drei Natur- und Kulturlandschaften, die dazu einladen, die unberührte Natur zu jeder Jahreszeit zu erwandern. Bisher allerdings sind viele Wanderwege nur mit einfachen Symbolen ohne Orts- und Kilometerangaben ausgestattet. Damit sich daran etwas ändert, hat der Kreistag des Landkreises Gießen die Qualitätsverbesserung einiger Wege beschlossen. Ziel sind zertifizierte Wanderwege, die den Ansprüchen der Wandernden gerecht werden; umfangreiche Beschilderung, Rastmöglichkeiten, Wanderparkplätze, Aussichtspunkte und Begleitmedien – all das könnte schon bald zur Umsetzung gelangen.
Bereits zuvor hatte ein Fachbüro anhand verschiedener Kriterien des Deutschen Wanderverbandes das gesamte Kreisgebiet nach potenziellen bzw. bereits vorhandenen oder geplanten Wanderwegen untersucht. Dabei stellten sich vier Wege als zertifizierbar heraus: Die Schmitte-Riesensitz-Runde bei Biebertal im Gleiberger Land, die Hohe-Berg-Runde bei Buseck in den Gießener Lahntälern sowie der Erzweg Süd bei Grünberg und der Kulturhistorische Wanderweg bei Muschenheim im westlichen Vogelsberg. Nicht zertifizierbar, aber touristisch vermarktbar, ist darüber hinaus der Wanderweg „Auf Schäfers Spuren“ bei Hungen, der ebenfalls in den Blick genommen wird.
Rund 84.000 Euro hat der Landkreis Gießen für die Planung veranschlagt. Die Kosten umfassen unter anderem die Umsetzung und die darauffolgende Zertifizierung der Wege sowie die Projektbegleitung durch ein Fachbüro, die Herstellung und Installation von Schildern und Wegweisern.
65 Prozent der Gesamtkosten, also rund 45.600 Euro, sollen über eine Förderung aus dem LEADER-Programm der EU getragen werden – diese steht derzeit noch aus. Möglichst noch im Frühsommer sollen dann die entsprechenden Ausschreibungen erfolgen und Logos sowie die Inhalte von Infotafeln erarbeitet werden. Für die Umsetzung insgesamt hat der Landkreis rund zwei Jahre vorgesehen. Dann sollen alle Wegweiser, Markierungspfosten und Infotafeln in ihrem vorgesehenen Platz angebracht und die Wegepaten geschult sein.
Landrätin Anita Schneider blickt positiv nach vorne: „Wir werden die attraktive Landschaft vor unserer Haustür in den kommenden Jahren qualitativ hochwertig weiter erschließen, sodass Wanderbegeisterte die Natur aktiv mit all ihren Facetten genießen können. Denn das GießenerLand ist ein ideales Ziel für Erholung und Naturerlebnis.“

