Landkreis Gießen erhält Auszeichnung für berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung
Kooperation zwischen Landkreis und Lebenshilfe besonders gewürdigt
Der Landkreis Gießen hat für sein Engagement als inklusiver Arbeitgeber und die Förderung beruflicher Teilhabe von Menschen mit Behinderung den „Anerkennungspreis Öffentlicher Dienst – Kommunalverwaltung“ erhalten. Er wurde im Rahmen des Landespreises „Beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen“ vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales erstmals verliehen.
Der Landespreis soll vorbildliche Beispiele für die gelungene berufliche Integration von schwerbehinderten Menschen bekannt machen. Er erkennt damit das herausragende Engagement der Preisträger für Inklusion in der Arbeitswelt an.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, denn sie würdigt unsere Personalpolitik in einer ganz besonderen Weise“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Die Kreisverwaltung Gießen erhielt 2024 die Zertifizierung zum ‚Audit Beruf und Familie + Vielfalt‘ als erster Landkreis in Deutschland.“ Damit habe sich die Kreisverwaltung dazu verpflichtet, gleiche Chancen für alle durch eine inklusive Personalpolitik zu schaffen.
„Dies trägt nicht nur zu einer wachsenden Wertschätzung unserer Mitarbeitenden bei – Diversität schafft auch einen Mehrwert in der Aufgabenerledigung. Mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung weit über die gesetzliche Quote hinaus kommen wir nicht nur unserer sozialen Verantwortung nach, sondern wir wissen auch, dass uns ein solcher Weg in der täglichen Arbeit stärkt“, erklärt Landrätin Schneider.
Kooperation zwischen Landkreis und Lebenshilfe
Ein wichtiges Projekt des Landkreises zur Förderung von Teilhabe ist die Kooperation mit der Lebenshilfe Gießen: Menschen mit Behinderungen, die bislang in den Werkstätten der Lebenshilfe tätig waren, erhalten eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die Beschäftigten haben dabei große Freiheiten zur Gestaltung ihrer Tätigkeiten und Arbeitszeiten. Außerdem ist jederzeit die Rückkehr in die Werkstatt möglich.
Insgesamt konnten durch die Zusammenarbeit bisher sechs Menschen mit Behinderung in Praktika beim Landkreis vermittelt werden. Von diesen konnten anschließend drei Mitarbeitende in einen betriebsintegrierten Beschäftigungsplatz beim Landkreis Gießen wechseln.

