Potenziale nutzen, um Krankheiten entgegenzuwirken
Gesundheitskonferenz debattiert über regionale Versorgungsstrukturen
27 Vertreter:innen verschiedenster Gesundheitsbereiche vom Krankenhaus über die Selbsthilfe bis hin zur ambulanten medizinischen Versorgung haben sich in den Räumen der Kreisverwaltung zur 25. Sitzung der regionalen Gesundheitskonferenz getroffen, die die Landkreise Gießen, Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill und den Wetteraukreis umfasst.
Wie können wir das Gesundheitspotenzial des Menschen stärken und steigern? Die Gesundheitsförderung war Hauptthema der Gesundheitskonferenz, die die Begegnung und Vernetzung aller im Gesundheitswesen tätigen Akteure ermöglicht und als Bindeglied zwischen Land und Kommunen dient. Ziel ist es, die regionalen Versorgungsstrukturen zu beobachten, Problemanalysen zu erstellen und Lösungsvorschläge zu entwickeln, um die Gesundheitsversorgung für die Menschen vor Ort zu verbessern.
„Wir sehen seit Jahren einen immer größer werdenden Kostendruck bei den Ausgaben im Gesundheitssystem, der insbesondere die medizinische-pflegerische Versorgung betrifft“, sagte Frank Ide, Gesundheitsdezernent des Landkreises und gleichzeitig Vorsitzender der Konferenz. Aus diesem Grund sei es unabdingbar, die Potenziale der Gesundheitsförderung und Prävention besser zu nutzen, um Krankheiten entgegenzuwirken.
Ide sprach sich für eine landesweiten Vernetzung aller Akteure mit dem Hessischen Ministerium für Gesundheit und Pflege aus; auf diesem Weg könne es gelingen, sich auch über Mittelhessen hinaus strategisch besser aufzustellen.
Dem schloss sich Dr. Axel Kortevoß, stellvertretender Leiter der Landesvertretung Hessen des Verbands der Ersatzkassen e. V. (vdek) an. Dr. Kortevoß erläuterte die bisherige Umsetzung des Präventionsgesetzes in Hessen, das die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, Leistungen zur Prävention und Gesundheitsförderung anzubieten. Er schlussfolgerte: „Die bestehende Landesrahmenvereinbarung Prävention kann als zentrale Grundlage und verbindender Rahmen dienen, da sie bereits von allen gesetzlichen Krankenkassen, den kommunalen Spitzenverbänden, der Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit und dem Hessischen Gesundheitsministerium getragen wird. Entscheidend wird nun sein, dass die Kommunen diese Vereinbarung auf lokaler Ebene mit Leben füllen, bestehende Strukturen weiterentwickeln und neue Kooperationen schaffen. Dazu gehört insbesondere, dass kommunale Akteure ihre Präventions- und Gesundheitsförderungsstrategien stärker mit den Zielen der Landesrahmenvereinbarung verknüpfen und gemeinsame Projektansätze mit den Sozialversicherungsträgern konkret umsetzen.“
