Eine Gruppe Personen steht vor einer Fotowand.
Veröffentlicht am: 12.12.2025|Kategorien: Gefahrenabwehr|

Neue Leitende Notärztin im Landkreis Gießen

Rebekka Limburg übernimmt das Amt von Malte Fuchs

Bei Großschadensereignissen gilt es den Überblick zu behalten: Was ist die Lage? Wie viele Verletzte gibt es? Müssen zusätzliche Kräfte hinzugezogen werden? Für diese Aufgabe ist die Einsatzleitung Rettungsdienst zuständig. Immer dann, wenn es mehr als fünf Verletzte gibt, rücken eine Leitende Notärztin oder ein Leitender Notarzt (LNA) und die Organisatorische Leitung Rettungsdienst aus, die zusammen die Einsatzleitung bilden.

Zum 1. Januar kommt Dr. med. Rebekka Limburg zum Team der Leitenden Notärzt:innen neu dazu. Sie folgt auf Malte Fuchs, der das Ehrenamt als LNA seit dem 1. Mai 2024 ausübt und auf eigenen Wunsch zum Jahresende niederlegt. Im Landkreis Gießen sind 14 LNA im Schichtdienst rund um die Uhr im Einsatz, in der Organisatorischen Leitung Rettungsdienst sind es 13 Personen.

Rebekka Limburg ist seit 2006 im Rettungsdienst aktiv und wurde 2007 Rettungsassistentin. Ihr Medizinstudium an der Justus-Liebig-Universität Gießen schloss sie 2018 erfolgreich ab. Seitdem arbeitet sie in der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) am Standort Gießen. Seit 2020 ist sie als Notärztin am Notarztstandort des UKGM tätig. Im vergangenen Jahr erwarb sie die Qualifikation der Leitenden Notärztin.

Landrätin Anita Schneider dankte Malte Fuchs im Namen des Kreisausschusses für sein ehrenamtliches Engagement und begrüßte die zukünftige LNA Rebekka Limburg im Amt: „Der Einsatz als Leitender Notarzt und Leitende Notärztin bringt große Verantwortung mit sich. Daher sind wir Ihnen für Ihre Dienste und das Einbringen Ihrer Expertise sehr dankbar.“

Um als Leitender Notarzt oder Notärztin eingesetzt zu werden, brauchen die Bewerber:innen neben der ärztlichen Zusatzbezeichnung Notfallmedizin die Facharztqualifikation mit intensivmedizinischem Hintergrund, die frühestens nach einer fünfjährigen Weiterbildung erworben werden kann. Auch die regelmäßige Teilnahme am Notarztdienst sowie ein spezieller Zusatzlehrgang für Leitende Notärzt:innen werden vorausgesetzt. Zudem muss das Seminar alle drei Jahre wiederholt werden. Die aktive Tätigkeit ist ebenfalls Voraussetzung.

Der Landkreis Gießen hat als Träger des Rettungsdienstes bereits 1997 eine Einsatzleitung Rettungsdienst für das Kreisgebiet bestimmt. Im Einsatzfall übernehmen sie die Koordinierung der medizinischen Notfallversorgung und unter anderem die Einteilung der Notfallsanitäter:innen, Rettungssanitäter:innen und Notärzt:innen am Schadensort. Sie legen die Behandlungsdringlichkeit fest und strukturieren den Transportablauf der Patient:innen sowie entscheiden über das jeweilige Zielkrankenhaus. Ihre Einschätzung ist für die reibungslose Bewältigung komplexer Einsätze unerlässlich.

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