Mehr Platz für Lernen und Ganztag: Neubau an der Burgschule in Linden startet
Das Projekt schafft dringend benötigte Räume
An der Burgschule in Linden baut der Landkreis Gießen ein neues Gebäude für Schule und Ganztag. Die Bauvorbereitungen sind abgeschlossen, nun haben mit dem symbolischen ersten Spatenstich die Erd- und Tiefbauarbeiten begonnen. Anfang 2028 soll der Neubau fertig sein.
Der Bedarf ist groß: Die Schülerzahlen an der Burgschule steigen, gleichzeitig entscheiden sich immer mehr Familien für das Ganztagsangebot. Innerhalb von fünf Jahren ist die Zahl der Anmeldungen dafür um rund 40 Prozent gestiegen. Die vorhandenen Räume reichen deshalb schon länger nicht mehr aus.
„Die Entwicklung an der Burgschule zeigt, wie wichtig es ist, jetzt in die Zukunft zu investieren. Mit dem Neubau schaffen wir den Platz, den die Schule braucht – und damit gute Voraussetzungen für Bildung, Betreuung und den Schulalltag der kommenden Jahre“, sagt Baudezernent Christopher Lipp.
Multifunktionsgebäude mit Mensa
Das neue Gebäude entsteht dort, wo bisher die Gebäude der ehemaligen Lindenschule und ein zweigeschossiger Klassenraumpavillon standen. Beide wurden bereits abgerissen. Seit Juni nutzt die Burgschule für die Dauer der Bauarbeiten zwei Container als Ausweichräume.
Auf zwei Etagen entsteht künftig viel Platz für gemeinsames Lernen, Essen und Aufenthalt. Im Erdgeschoss wird die neue Mensa untergebracht. Sie erhält einen direkten Zugang zum Außenbereich. Außerdem entstehen Garderoben, Toiletten und die Küche. Die Küche wird darauf ausgelegt, täglich bis zu 360 Essen auszugeben, die warm angeliefert werden.
Im Obergeschoss bekommt der Ganztag einen eigenen Bereich. Geplant sind eine Bibliothek, drei flexibel nutzbare Räume in Klassenraumgröße und ein Differenzierungsraum. Auch das Büro der Ganztagskoordinatorin findet dort Platz. Ein Aufzug verbindet die beiden Etagen und macht das Gebäude barrierefrei zugänglich.
Schulleiterin Sabine Wagner freut sich besonders über den Start der Bauarbeiten: „Wir sprechen schon seit vielen Jahren über eine Erweiterung unserer Schule. Jetzt wird dieser Wunsch endlich Wirklichkeit. Für unsere Kinder ist die Bauzeit sicher eine spannende Zeit. Den Baulärm und die Einschränkungen nehmen wir gerne in Kauf, wobei ich das Wort gerne in Klammern setzen möchte, wenn wir dafür am Ende ein so tolles Gebäude erhalten.“
Effiziente Bauweise
Das neue Gebäude wird als Holz-Hybridgebäude mit Holzfassade errichtet und nach dem Standard „Passivhaus Plus“ mit Solar-Qualität zertifiziert. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Wärmespeicher übernimmt die Wärmeversorgung. Eine Lüftungsanlage sorgt auch im Sommer für ein gutes Raumklima. Auf dem Dach wird außerdem eine Photovoltaikanlage installiert.
Auch rund um das Gebäude verändert sich einiges: Die Außenanlage wird neugestaltet, Flächen entsiegelt und durch ein Spielgerät sowie neue Aufenthaltsmöglichkeiten ergänzt.
Die Gesamtkosten liegen bei rund acht Millionen Euro. Der Landkreis hat rund 378.000 Euro aus dem Landesprogramm zur Förderung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien in Kommunen beantragt. Weitere rund 117.000 Euro sollen über das KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau – Nichtwohngebäude“ gefördert werden.

