Linden, Pohlheim und Langgöns wollen gemeinsam mit Menschen vor Ort Freizeitangebote verbessern
Auftakttreffen markiert den Start einer Konzeptentwicklung für die touristische Zukunft des Südkreises
Mehr Gäste gewinnen, vorhandene touristische Angebote besser vermarkten und die Stärken der Region gemeinsam sichtbar machen: Mit diesen Zielen haben die Städte Linden und Pohlheim sowie die Gemeinde Langgöns einen gemeinsamen Entwicklungsprozess zur Tourismusförderung gestartet. Angestoßen und begleitet wird das Vorhaben durch die Tourismusförderung des Landkreises Gießen. Finanziert wird das Projekt unter anderem durch LEADER-Fördermittel des Landes.
Landrätin Anita Schneider begrüßt das Vorhaben und unterstreicht: „Tourismus endet nicht an Gemeindegrenzen – im Gegenteil: Gerade durch interkommunale Zusammenarbeit entstehen attraktive Angebote, die unsere ganze Region stärken. Dieses Projekt schafft die Grundlage dafür, die touristischen Potenziale im südlichen Landkreis Gießen gemeinsam weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen. Davon profitieren Gäste ebenso wie die Menschen, die hier leben.“
Beim Auftakttreffen kamen die Bürgermeister der beteiligten Kommunen sowie Vertreterinnen des Regionalbüros GießenerLand und des beauftragten Fachbüros zusammen, um die Weichen für die kommenden Monate zu stellen. Das Projekt will folgende Fragen klären: Welche touristischen und freizeitbezogenen Potenziale bietet die Region im südwestlichen Kreisgebiet bereits? Wie können diese künftig stärker genutzt und vermarktet werden?
Erste Entwicklungsansätze sind bereits formuliert
Denn viele der vorhandenen Angebote sind bislang nur punktuell bekannt oder werden touristisch noch nicht gemeinsam vermarktet. Genau hier setzt das Projekt an: Es soll herausarbeiten, welche Besonderheiten die drei Kommunen verbinden, welche Zielgruppen angesprochen werden können und wie aus einzelnen Angeboten ein attraktives Gesamtbild entstehen kann.
Bereits beim ersten Treffen wurden konkrete Entwicklungsansätze für die Region am Übergang von Wetterau, Taunus und dem Gießener Land diskutiert. So könnten neue Wohnmobilstellplätze zusätzliche Gäste anziehen und die Aufenthaltsdauer verlängern. Auch das UNESCO-Welterbe Limes bietet große Chancen: Durch digitale Informationsangebote oder moderne Erlebnisformate könnte die historische Bedeutung des Kulturdenkmals aus der Römer-Zeit künftig stärker erlebbar werden.
Ein weiterer zentraler Baustein ist die Idee einer gemeinsamen Stelle für touristische Öffentlichkeitsarbeit im Südkreis. Sie könnte Kräfte bündeln, Veranstaltungen in den drei Kommunen gemeinsam bewerben und die Region nach außen mit einer starken gemeinsamen Stimme vertreten.
Perspektive der Menschen vor Ort wird im Spätsommer per Online-Befragung eingeholt
Besonderen Wert legen die beteiligten Kommunen auf die Perspektive der Menschen vor Ort. Damit deren Ideen und Vorstellungen von Beginn an einfließen können, soll nach den Sommerferien eine Online-Befragung starten. Bürger:innen können dabei ihre Einschätzungen zum Freizeitwert der Region abgeben, bestehende Stärken benennen und Ideen für die Weiterentwicklung einbringen.
Die Ergebnisse fließen direkt in die weitere Konzeptarbeit ein und bilden eine wichtige Grundlage für die anschließende Expertenrunde. Zum Abschluss des Projekts ist für das Frühjahr 2027 eine öffentliche Bürgerveranstaltung geplant. Dort werden die Ergebnisse vorgestellt und mit den Bürger:innen diskutiert.
Touristische Entwicklung der Region bringt auch mehr Lebensqualität für alle Menschen mit sich
Denn von einer erfolgreichen touristischen Entwicklung profitieren nicht nur Gäste, sondern auch die Kommunen und die Menschen, die dort leben. Eine höhere Besucherzahl stärkt Gastronomie, Freizeitbetriebe und lokale Wertschöpfung. Zugleich erhöhen attraktive Naherholungsangebote die Lebensqualität für die Menschen vor Ort. Mit dem nun gestarteten Prozess legen Linden, Pohlheim und Langgöns den Grundstein für eine engere touristische Zusammenarbeit.
Landrätin Schneider sagt: „Ziel ist es, eine weitere Touristische Arbeitsgemeinschaft (TAG) zu etablieren. Damit entsteht neben der Tourismuskooperation Gleiberger Land, Gießener Lahntäler und Westlicher Vogelsberg die vierte TAG im Landkreis Gießen und der Landkreis Gießen ist flächendeckend in allen Teilräumen abgebildet. Die TAG profitieren vom Marketing der übergeordneten Destinationen Lahntal-Tourismusverband und der Vulkanregion Vogelsberg.“

