An einem Tisch sitzen Landrätin Anita Schneider und Dr. Cornelia Seitz, Geschäftsführerin der ZAUg gGmbh, zur Vertragsunterzeichnung. Hinter ihnen stehen (v. l.) Dieter Maier, Schulleiter Gesamtschule Busecker Tal, Petra Brüll, Schulleiterin Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim, Gabriel Verhoff, Schulleiter Gesamtschule Gleiberger Land, und Peter Blasini, Schulleiter Dietrich-Bonhoeffer-Schule Lich.
Veröffentlicht am: 21.10.2025|Kategorien: Arbeit und Wirtschaftsförderung, Schulen und Sport|

Landkreis Gießen baut Projekt zur Berufsorientierung aus

„Keiner geht verloren“ unterstützt auf dem Weg von der Schule in den Beruf

Der Übergang von der Schule ins Berufsleben kann eine Herausforderung sein. Damit Schüler:innen der Abschlussklassen die richtige Entscheidung für ihren beruflichen Werdegang treffen können, helfen Ihnen die Berufsorientierungscoaches (BOC) des Projekts „Keiner geht verloren“. Der Landkreis Gießen hat in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, der Agentur für Arbeit und der ZAUG gGmbH die Laufzeit des Projekts an fünf Schulen bis 2028 verlängert. Zur Vertragsunterzeichnung haben sich nun die Beteiligten getroffen.

Die Coaches helfen bei der Berufsorientierung und bereiten die jungen Erwachsenen auf eine Ausbildung sowie das Berufsleben vor. Sie begleiten die Jugendlichen während der letzten Schuljahre dabei, ihre Stärken und Interessen zu erkennen sowie praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten.

„Fachkräfte fehlen in vielen Bereichen, sei es im Handwerk, in der Pflege oder in den Kitas. Gleichzeitig gibt es immer noch junge Menschen ohne Berufsabschluss“, erklärte Landrätin Anita Schneider bei dem gemeinsamen Treffen zur Vertragsunterzeichnung. „Dieser Herausforderung stellt sich der Landkreis mit dem Projekt ‚Keiner geht verloren‘. Es spricht jungen Menschen bereits in der Schule an – denn dann ist ein guter Zeitpunkt, um gemeinsam mit den Coaches über eine anschließende Ausbildung zu sprechen. Deshalb ist die Berufsorientierung an den Schulen auch ein wichtiger Baustein der Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie des Landkreises“, so Landrätin Schneider. Das Projekt und die Zusammenarbeit mit den Schulen sei daher ein großer Gewinn.

Gesamtschule Gleiberger Land erhält zusätzliche Unterstützung

An der Gesamtschule Gleiberger Land wurde die Stelle des Berufsorientierungscoaches seit diesem Schuljahr aufgestockt, sodass dieser die Jugendlichen nun in Vollzeit betreut. „Die Anzahl der Schüler:innen ist in den vergangenen Jahren in allen Jahrgängen erfreulich stark gestiegen, woraus ein höherer Beratungsbedarf resultiert. Wir freuen uns daher, dass wir mit der Aufstockung der Stelle weitere Unterstützung für die Berufsorientierung erhalten“, sagte Schulleiter Gabriel Verhoff.

Das Projekt läuft an der Gesamtschule Gleiberger Land sowie an der Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim, der Gesamtschule Busecker Tal, der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Lich und der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar bereits seit 2013 und kann jetzt für weitere drei Jahre fortgeführt werden. In den vergangenen Jahren haben sich auch alle anderen allgemeinbildenden Schulen im Landkreis dem Projekt angeschlossen.

ZAUG ist für Koordination des Projekts verantwortlich

Die ZAUG gGmbH setzt das Programm im Auftrag des Landkreises Gießen in Zusammenarbeit mit der AWO Hessen Süd sowie dem Institut für Bildung und Sprache (IBS) an den Schulen um.

„Wir freuen uns sehr, dass wir auch für die neue Laufzeit des Projekts mit dessen Koordination betraut sind. Alle Akteure sind gut untereinander vernetzt – das ist für eine erfolgreiche Vermittlung der Schüler:innen in Ausbildung besonders wichtig“, erklärte Dr. Cornelia Seitz, Geschäftsführerin der ZAUG gGmbH.

Die finanziellen Mittel für das Projekt kommen aus dem Ausbildungsbudget des Landes Hessen, von der Agentur für Arbeit und vom Landkreis Gießen.

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