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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Die Möglichkeiten, mit Energie effizienter umzugehen. sind vielfältig und individuell sehr verschieden. Wir verbrauchen jeden Tag Energie, die immer mehr kostet. Dabei sind die Kosten der Klimafolgen nicht eingerechnet. Viele Maßnahmen rechnen sich in wenigen Jahren. Aufwändigere Sanierungen sind eine Investition für die Zukunft und müssen deshalb gut geplant werden.

 

Am Anfang steht eine gute Beratung

Im Klimaschutzkonzept wurde für den Landkreis Gießen der gesamte Endenergieverbrauch für das Jahr 2011 aus umfangreichen Datenerhebungen ermittelt.

Drei Viertel der Endenergie wird für Wärme benötigt.

Zwei Drittel des Wärmeverbrauchs entfallen dabei auf die privaten Haushalte. Wir zeigen Ihnen, welche unabhängigen Beratungsmöglichkeiten Sie im Landkreis Gießen finden.

Eine auf Ihr Haus oder Wohnung bezogene individuelle Beratung ist in unterschiedlicher Intensität - von der Einstiegsberatung bis zu genauen Berechnungen für eine Komplett- oder Schritt-für-Schritt-Sanierung  - und mit entsprechender Kostenbeteiligung zu bekommen. Die Beratungen werden durch die Bundesregierung gefördert.

Beratungsangebote zur energetischen Gebäudesanierung

Beratungsangebote zur energetischen Gebäudesanierung

 

Die Heizung

Schon mit kleinen Sofortmaßnahmen kann eine spürbare Einsparung erreicht werden. Hierzu zählen z. B. die Isolierung der Heizungs- und Warmwasserrohre, hydraulischer Abgleich, regelbare Heizungsthermostate, Austausch der Heizungspumpe sowie eine regelmäßige Wartung und Einstellung

 

Welche Nachrüstpflichten kommen in 2015
mit der EnEV (EnergieEinsparVerordnung) 2014?

Bestimmte Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind bzw. bis einschließlich 1985 eingebaut wurden, dürfen nicht mehr betrieben werden. Dies gilt nicht für Brennwert- oder Niedertemperaturkessel und große Kessel über 400 kW sowie für die Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, wenn Sie darin bereits am Februar 2002 wohnten.

Die Untersuchungen im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Gießen zeigen die große Abhängigkeit von den fossilen und endlichen Energieträgern Öl und Gas. Gleichzeitig sind zwei Drittel der Heizungsanlagen älter als 15 Jahre und bei fast jeder dritten Heizungsanlage wird eine Neuinvestition in absehbarer Zeit notwendig werden.

Oftmals sind die alten Heizkessel überdimensioniert und sollten nicht einfach nur getauscht werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich der Energiebedarf durch andere Maßnahmen insgesamt reduziert. Das kann der Einbau neuer Fenster oder auch die Dämmung der Kellerdecke sowie der obersten Geschossdecke sein.

Es lohnt sich mit einem unabhängigen Energieberater über Ihr Haus zu sprechen, bevor Sie in einen neuen Heizkessel investieren. Auch die Berechnung der Heizlast
ist erforderlich, damit die Leistung des neuen Kessels mit dem Wärmebedarf übereinstimmt.

Hier können Sie viel Geld sparen. Als qualifizierter Energie-Effizienzexperte ist er auch für die Beantragung von Fördermitteln zugelassen.

Der Einbau einer neuen Heizungsanlage entspricht erst dann den gesetzlichen Vorgaben, wenn anschließend ein hydraulischer Abgleich von der ausführenden Firma durchgeführt wurde.

 

Auf den Internetseiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit Sitz in Eschborn ist das Marktanreizprogramm (MAP) für die Umstellung auf regenerative Energieträger aufgeführt.

Es lohnt sich einen unabhängigen Experten zu Rate zu ziehen.

 

Bauen         

Je energieeffizienter Ihr Haus gebaut wird,  desto höher ist der Tilgungszuschuss der KfW. Und das Beste:Von einer energieeffizienten Immobilie profitieren Sie langfristig, denn Sie sparen Jahr für Jahr Energiekosten und betreiben praktischen Klimaschutz.

Folgende Energiestandards im Vergleich:

Neubau Einfamilienhaus gesetzlicher Mindeststandard:
jährlicher Heizwärmebedarf von 40 bis 70 kWh/m², das entspricht 4 bis 7 Liter Heizöl/m²

Neubau Einfamilienhaus: Passivhausstandard:
jährlicher Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m², das entspricht 1,5 Liter Heizöl/m²

Energieeffizent Bauen - Finanzierung

Energieeffizient Bauen - KfW-Förderstufen

 

Sanieren

Bei den vorhandenen Gebäuden betragen die Einsparpotenziale bei der Wärme je nach Ausgangslage, bis zu 80 Prozent. Jedes Gebäude ist ein Unikat. Die Einsparmaßnahmen sind für jedes Haus individuell. Entsprechend groß sind die Möglichkeiten. Entsprechend vielfältig sind auch die Fördermöglichkeiten und die Kombination der einzelnen Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Übersicht der Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main

Förderangebote

Investitionszuschüsse und zinsgünstige Darlehen für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus und energetische Einzelmaßnahmen wie z.B. die Dämmung von Dach, Kellerdecke oder Fassade und der Fensteraustausch gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Energieeffizient Sanieren

Folgend ist das KfW-Förderprogramm 430 (Investitionszuschuss) ausführlicher dargestellt:

Fördergegenstand und Höhe:

Gefördert wird die energetische Sanierung von Wohngebäuden, für die vor dem dem Jahr 1995 ein Bauantrag gestellt wurde. Sie haben die Wahl zwischen der Förderung einer ganzheitlichen energetischen Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus oder einer energetischen Einzelmaßnahme. 

Einzelmaßnahmen können sein:

Energieeffizent Sanieren Einzelmaßnahmen

Und hier eine Beispielrechnung:

Energieeffizient Sanieren - Beispielrechnung

Zielgruppe:

  • private Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen
  • Ersterwerber von neu sanierten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen

Fördervoraussetzungen:

  • Die technischen Mindestanforderungen gemäß KfW-Merkblatt sind einzuhalten.
  • Mit der Beantragung der Förderung und Begleitung des Vorhabens (bis zum Verwendungsnachweis) wird ein Energieberater beauftragt. (www.energie-effizien-experten.de)
  • Für dieses Programm ist keine Kombination mit Krediten aus anderen Fördermitteln möglich.  

 

Antragstellung

Folgend wird der Ablauf der Antragstellung einer Kfw-Förderung beispielhaft dargestellt, um die Komplexität dieses Verfahrens sowie die Notwendigkeit der Hinzuziehung eines Beraters zu veranschaulichen:

Stellen Sie Ihren Antrag vor Beginn des Vorhabens direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Als Beginn eines Vorhabens gilt der Start der Bauarbeiten vor Ort. Den Antrag stellen Sie auf dem Postweg, indem Sie die vollständigen Antragsunterlagen im Original bei der KfW einreichen. Nach Prüfung der vollständig eingereichten Unterlagen und Einhaltung aller Fördervoraussetzungen erhalten Sie postalisch eine Förderzusage von der KfW. Bei gemeinschaftlichen Vorhaben von Wohnungseigentümern am Gemeinschafts- und/oder Sondereigentum kann nur die Wohnungseigentümergemeinschaft (z. B. durch den Hausverwalter oder einen anderen Vertretungsberechtigten) einen Antrag stellen.

 

Fazit: aufgrund des umfangreichen Verfahrens ist die Unterstützung eines Beraters unumgänglich

BAFA-Förderung (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und KfW-Förderung Einzelmaßnahmen oder Gebäudesanierungen: Geht beides?

Für dieselbe Maßnahme ist die Kombination einer BAFA-Förderung mit einer KfW-Förderung zulässig, sofern Sie eine umfassende Sanierung zum KfW-Effizienzhaus vorhaben und dafür eines der folgenden KfW-Programme in Anspruch nehmen:

  • „Energieeffizient Sanieren – Effizienzhaus“ (Kredit, Programmnummer 151)
  • „Energieeffizient Sanieren – Effizienzhaus“ (Investitionszuschuss, Programmnummer 430)

 

Hinweis: Zusätzlich zu den Zuschüssen des BAFA können Sie bei der KfW einen speziellen Ergänzungskredit beantragen (KfW-Programm 167: „Energieeffizient Sanieren -Ergänzungskredit“: Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien). Auf diese Weise können Sie Ihre Heizungsmodernisierung komplett durch Kredite und Züschusse finanzieren. Die Summe aus BAFA-Zuschuss und KfW-Kredit darf dabei die Kosten der Maßnahme nicht übersteigen. Bitte beachten Sie hierzu die Bedingungen der KfW (z. B. Antragstellung vor Beginn der Maßnahme).

Für alle anderen Heizungserneuerungen (fossile Brennstoffe) als Einzelmaßnahmen müssen Sie sich vorab zwischen KfW oder BAFA entscheiden. Die BAFA-Förderung und die Förderung im Rahmen eines der folgenden KfW-Förderprogramme können Sie nicht gleichzeitig in Anspruch nehmen (Kumulierungsverbot):

  • „Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen“ (Kredit, Programmnummer 152)
  • „Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen“ (Investitionszuschuss, Programmnummer 430)

Einen zusätzlich Zuschuss für Fachplanung und Baubegleitung bei Sanierungsvorhaben ist durch die Programmnummer 431 möglich:

  • Leistungen zur Detailplanung, Unterstützung bei Ausschreibung und Angebotsauswertung, Kontrolle der Bauausführung und Abnahme und Bewertung der Sanierung
  • 50% der förderfähigen Kosten (max. 4.000 Euro)
  • Voraussetzung: Sanierungsmaßnahme wurde über Zuschuss oder Kreditvariante bei der KfW gefördert (Programmnummer 151/152, 430)

Diese Förderübersicht gibt nur einen Überblick. Die Förderbedingungen und aktuellen Zinskonditionen für Privatpersonen finden Sie auf der Internetseite der KFW.

 

Für Fragen steht Ihnen die kostenfreie Servicenummer der KfW zur Verfügung:

KfW
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main   
Telefon: +49 (0)800 539 9022 (kostenfreie Servicenummer)
Telefax: +49 (0)69 74 31-29 44
Internet: www.kfw.de

 

Tipp: Für das altersgerechte Umbauen stehen Ihnen  die Programmnummern 159 (Kreditvariante) und 455 (Zuschussvariante) zur Verfügung. Damit können Sie hinderliche Barrieren beseitigen und gleichzeitig energieeffizient Sanieren. Außerdem sind alle Förderprogramme kombinierbar. Auf der Internetseite der KFW finden Sie hierzu weitere Informationen.

 

Strom effizient nutzen

Strom ist unsere wertvollste Energieform. Für die Erzeugung in Großkraftwerken und den Transport über weite Entfernungen wird viel Primärenergie (vor allem Braun- und Steinkohle) benötigt und viel CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Der weitere Ausbau der regenerativen Energiequellen (Sonne, Wind, Wasser, Biogas) ersetzen die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken. Die Erneuerbaren Energien sind heute schon mit einem Anteil von über einem Viertel (27 Prozent) die wichtigsten Stromquellen.

Der Verbrauch von Strom im Haushalt lässt sich mit Messgeräten leicht ermitteln. Die Geräte können Sie sich kostenlos bei den örtlichen Energieversorgern (z.B. Ovag und Stadtwerke Gießen) ausleihen.

Sie wollen sich ein neues Haushaltsgerät kaufen? Das Land Hessen bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die kostenlose Nutzung der Datenbank „Geräteberater“ an. Sie zeigt die sparsamsten Haushaltsgeräte auf einen Blick.

 

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