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Deponiephasen
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Ablagern und Stilllegen Müll, der unbehandelt auf eine Deponie kommt, beginnt dort nach und nach zu verrotten. Dabei entstehen unter anderem Gase wie Methan und Kohlendioxid. Der Regen, der durch den Müll sickert, reichert sich mit unterschiedlichen Stoffen aus dem Müll (z. B. Lösemittel, Schwermetalle) an, und ohne Abwehrmaßnahmen bestünde die Gefahr einer Belastung des Grundwassers bzw. der umgebenden Atmosphäre.
Um dieses zu verhindern, hat der Landkreis als Träger der Deponien Allendorf und Reiskirchen verschiedene technische Einrichtungen, wie z.B. Abdichtungen, Sickerwassersammler, Gasbrunnen sowie Gasverwertungs- und Sickerwasserbehandlungsanlagen eingebaut.
Mit den Sickerwassersammlern wird das anfallende Sickerwasser auf der Deponiebasis aufgefangen und direkt (Deponie Reiskirchen) oder per Tankfahrzeug (Deponie Allendorf) einer Sickerwasserbehandlung in Reiskirchen zugeführt. Um auch wirklich sicher zu gehen, dass es zu keiner Zeit zu deponiebedingten Grundwasserverschmutzungen kommt, wird mit zahlreichen Grundwassermessbrunnen im Umfeld der Deponien das unterhalb fließende Grundwasser regelmäßig von einem anerkannten Untersuchungslabor kontrolliert.
Das Gas, das bei der Verrottung entsteht, wird mittels Unterdruck über Gasbrunnen abgesaugt und über Transportleitungen zu den Gasstationen der Deponien geleitet. Dort wird es zur Stromerzeugung genutzt, nicht brauchbares Gas kann unter Umständen abgefackelt werden. Obwohl auf den Deponien keine Abfälle mehr abgelagert werden, sorgt der Landkreis dafür, dass das Deponie-Verhalten durch Messungen von Gas und Wasser weiterhin aufgezeichnet wird. Zum einen, um dadurch Beeinträchtigungen der Umwelt zu vermeiden, zum anderen, um zu erkennen, wann die Verrottung im Müll so weit fortgeschritten ist, dass sich der Deponiekörper nicht weiter „setzt“. Denn erst, wenn dieser annähernd stabile Zustand erreicht ist, kann eine endgültige Oberflächenabdichtung bedenkenlos eingebaut werden.
In Allendorf ist das mittlerweile der Fall, so dass im Jahr 2004 mit dem Bau des letzten Abschnittes der mineralischen Oberflächenabdichtung, d.h. Abdichtung mit Ton- oder Lehmmaterial, begonnen werden konnte.
In Reiskirchen ist dieses frühestens nach Abklingen der Setzungen vorgesehen.
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Die Nachsorgephase Sobald die Oberflächenabdichtung und Rekultivierung abgeschlossen und die behördliche Endabnahme erfolgt ist, beginnt die Nachsorgephase. Auch während dieser Phase kontrollieren die Techniker des Landkreises weiterhin die Gas- und Sickerwasseremissionen, die Abdichtungen und hier insbesondere die Oberflächenabdichtung hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit.
Die Nachsorgephase hat gesetzlich kein vorgegebenes Ende, wird aber heute von Fachleuten auf mindestens 30-40 Jahre geschätzt. Danach können möglicherweise die bautechnischen Anlagen wie Brunnen, Beobachtungsstationen oder Zäune rückgebaut beziehungsweise entfernt werden.
Ein landschaftspflegerischer Begleitplan, der mit Beginn der Nachsorgephase umgesetzt wird, sieht vor, ortsübliche Pflanzen zu setzen und die Deponien insgesamt harmonisch ins umgebende Landschaftsbild einzufügen.
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Kontrolle der Deponie Deponien unterliegen einer ständigen Kontrolle. Dazu gibt es verschiedene Verordnungen, die die Überwachung regeln.
Zuständig für die Überwachung der beiden kreiseigenen Deponien Allendorf und Reiskirchen ist der Fachdienst Abfallwirtschaft, Sachgebiet Abfalltechnik des Landkreises Gießen. Dieser erfasst kontinuierlich die Mess- und Betriebsergebnisse, wertet sie aus und legt innerhalb von drei Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres dem Regierungspräsidium Gießen als zuständiger Genehmigungsbehörde eine bilanzierende Jahresübersicht vor. Im Anschluss daran können interessierte Bürgerinnen und Bürger den Bericht für einen Zeitraum von zwei Monaten einsehen. Während und im Anschluss an diese Zeit stehen die beiden fachlichen Betreuer, Herr Dipl. Ing. Horst Bohn (0641-9390 1941) sowie Herr Dipl. Ing. Klaus Formella (0641-9390 1940) für Fragen oder Erläuterungen gerne zur Verfügung.
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