Ehrenamts-Card soll Zeichen des Dankes sein |
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Gestern erste Überreichung an über 500 Personen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen – Zahlreiche Vergünstigungen
Gießen/Lich (age). »Möge die Ehrenamts-Card ein sichtbarer Ausdruck der öffentlichen Anerkennung und Wertschätzung durch den Landkreis Gießen und auch durch das Land Hessen sein. Wir möchten Ihnen auf diese Weise etwas von dem zurückgeben, was Sie in zahlreichen Stunden und mit viel Engagement und ›Herzblut‹ anderen geben.« Mit diesen Sätzen brachte Landrat Willi Marx gestern im Dormitorium des Klosters Arnsburg den Sinn der Großveranstaltung auf den Punkt. Über 500 Menschen, die sich im Landkreis für das Gemeinwohl engagieren, bekamen eine handliche Karte ausgehändigt, mit der eine Reihe von Vergünstigungen in Anspruch genommen werden kann.
Für die Hessische Landesregierung war Staatssekretär Dirk Metz zugegen. Ihn beeindruckte neben der Vielzahl der ehrenamtlich Tätigen auch der würdige Rahmen an historischer Stätte. »Das ist eine Demonstration des Ehrenamtes«, sagte er. Die Idee des sichtbaren Dankes werde sich bundesweit durchsetzen. Sorgen, dass künftig Einrichtungen wie Schwimmbäder von ehrenamtlich Tätigen überfüllt würden, habe er mit dem Argument zerstreuen können, dass diese im Grunde gar keine Zeit dafür hätten. Man wolle ein Zeichen setzen und das sagen, was auch auf der Karte stehe. Landrat a. D. Ernst Klingelhöfer hatte zuvor als »Hausherr« die Einführung der Karte als einen kleinen, aber bedeutenden Schritt zur Aufwertung des Ehrenamtes bezeichnet.
Die Karte ist in allen teilnehmenden hessischen Kreisen und Städten gültig. Sie ermöglicht hessenweit unter anderem den freien oder vergünstigten Zugang zu zahlreichen Theatern, Museen, Schwimmbädern und weiteren sportlichen und kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen; insgesamt gibt es derzeit rund 450 Angebote.
Die Federführung im Landkreis haben der Landrat und Kreisbeigeordneter Andreas Becker übernommen. Die beiden mit dem Projekt beauftragten Organisatoren sind Dr. Marieanne Ebsen-Lenz von der Kreisvolkshochschule und Thomas Euler vom Büro des Kreistags und -ausschusses.
Folgende Voraussetzung müssen erfüllt sein, um eine Ehrenamts-Card zu bekommen:
Aktuell gibt es wegen des festgesetzten Mindestalters auf Landesebene neue Überlegungen, war zu erfahren. Eventuell soll in der nächsten Runde der Ehrenamts-Card-Vergabe das Mindestalter gestrichen werden. Hierüber müsste aber – wenn eine entsprechende Empfehlung des Landesregierung vorliegt – der Kreisausschuss noch entscheiden.
Zusammen mit den Bürgermeistern und Kreis-Dezernenten überreichte Marx die Ehrenamts-Card stellvertretend an 34 ausgewählte Einzelpersonen aus allen Regionen des Landkreises Gießen und aus allen Betätigungsfeldern. Marx bedauerte, dass »Stadt«-Gießener bislang nicht berücksichtigt werden konnten, die in Gießen wohnen und ausschließlich in der Stadt Gießen tätig sind. Auf der gestrigen Bürgermeister-Dienstversammlung habe ihm Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann jedoch mitgeteilt, dass die Stadt beschlossen habe, mitzumachen. Die Ausgabe der Karten soll künftig am Tag des Ehrenamtes (5. Dezember) erfolgen.
Neben dem Landkreis hat die Mehrzahl der Städte und Gemeinden ihre Mitwirkung bekundet. Aber auch private Sponsoren haben Vergünstigungen eingeräumt: Erlebnispark Funtastic (Linden); Fitness-Lagune (Linden); Globus-Apotheke (Dutenhofen); Deutsche Vermögensberatung; Verein künstLich (Lich); Verein KulTour (Gießen); Lawell-Gesundheitszentrum (Pohlheim); Ihring-Melchior GmbH (Lich); Lichtspiele Grünberg; Reinecke-Fuchs-Museum (Linden); Sparkasse Gießen; Sparkasse Grünberg; Volksbank Mittelhessen.
Der Landkreis Gießen informiert unter www.lkgi.de unter »Bürgerservice« detailliert über die Ehrenamts-Card, darin enthalten auch ein Link auf die Informationsseite des Landes http://www.e-card-hessen.de/
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