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Landrat Marx dankt den Notfallseelsorgern

Notfallseelsorge Begegnung

(Von links nach rechts): Traugott Stein (Kirchengemeinde Staufenberg-Daubringen), Kreis-Brandinspektor Gert Battenfeld, Armin Gissel (Behindertenseelsorge im Dekanat Gießen), Ekkehard Landig (Kirchengemeinde Gießen-Klein-Linden), Reiner Brandbeck (Krankenhaus-Seelsorger in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen), Christoph Stöppler (Kirchengemeinde Reiskirchen-Winnerod und Reiskirchen-Saasen), Christoph Weber-Maikler (Pastoralreferent der Liebigschule Gießen), Petra Assmann-Daum (Kirchengemeinde Lollar), Matthias Leschhorn (Petrusgemeinde Gießen) und Bernd Nagel (NFS), Ulrich Monz (Kreis-Fachbereichsleiter „Sicherheit und Ordnung), Landrat Willi Marx und Horst Jeckel (Kreis-Sachgebiet „Rettungsdienst“). (Foto: Kreisverwaltung Gießen: Karl-Michael Stöppler)

Fruchtbarer Dialog mit Pfarrerinnen und Pfarrern im Ehrenamt

 

Für Landrat Willi Marx als zuständigem Dezernenten gehört es auch zu seinen Aufgaben, im Zuge der Fürsorgepflicht für die Mitarbeitenden im Brandschutz und Rettungswesen die psychosoziale Unterstützung (PSU) sicher zu stellen. Diese Aufgabe übernehmen im Kreisgebiet die Notfallseelsorge (NFS) und das so genannte SbE-Team (bedeutet „Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen“). Die NFS wendet sich im konkreten Einsatz nicht nur an betroffene Opfer und deren Angehörige, sondern auch an Rettungskräfte. Nachdem Ende Februar bereits ein Treffen mit der Technischen Einsatzleitung Rettungsdienst (TEL), den Leitenden Notärzten und Organisatorischen Leitern, stattgefunden hatte, hat Marx kürzlich auch die Mitglieder der Notfallseelsorge zu einem persönlichen Gedankenaustausch in die Kreisverwaltung eingeladen. Die mittelhessische Notfallseelsorge umfasst an Lahn und Dill 29 Mitglieder, am Gießener Termin in der Ostanlage nahmen zwölf Seelsorgerinnen und Seelsorger teil.

 

Notfallseelsorge, erste Hilfe für die Seele in Notfällen und Krisensituationen, wendet sich an drei verschiedene Personengruppen: Primär Geschädigte (Unfallopfer oder durch Notfälle direkt geschädigte Menschen), sekundär Geschädigte (unverletzte Beteiligte, Unfallzeugen, Angehörige der primär Geschädigten) und Helfende (seelsorgerischer Beistand für Angehörige der Rettungsorganisationen, um ihre oft belastende Arbeit bewältigen zu können.)

 

„Im Landkreis ist die NFS inzwischen zu einer festen Größe im psychosozialen Bereich geworden“, bekräftigte Marx die Wichtigkeit dieser ehrenamtlichen Dienstleistung.

„Wir von der NFS sind sehr froh über die gewachsene, gute Zusammenarbeit mit den Rettungsorganisationen“, hob Bernd Nagel, Pfarrer für Notfallseelsorge in den Landkreisen Gießen und Lahn-Dill, hervor. In dem Gespräch wurde für Landrat Marx auch deutlich, dass der Landkreis Gießen in diesem Bereich jedem Vergleich hessenweit stand hält. Weiterhin wurde deutlich, dass nicht nur die Menschen, die diesen Dienst leisten, eine großartige Arbeit absolvieren, sondern dass auch die Evangelische Kirche, die für die Rahmenbedingungen der Arbeit sorgt, Dank und Anerkennung verdient – die anfallenden Kosten werden ausschließlich aus kirchlichen Mitteln und Spenden finanziert.

 

Landrat Marx versprach, dass er die Ergebnisse der Gesprächsrunde mitnehmen und in die Gremien des Hessischen Landkreistages transportieren werde.