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„Vorbeugen ist besser als nachsorgen“

Landrat Marx präsentiert Initiative zur Korruptionsprävention – Richtlinien für Mitarbeiter erarbeitet

 

Am Freitag (22-02-2008) stellte Landrat Willi Marx gemeinsam mit Eva Eckhardt, Büroleiterin im Dezernat I der Kreisverwaltung, die neuen Richtlinien zur Korruptionsprävention der Öffentlichkeit vor. Die Verwaltungsleitung will mit diesem vorbeugenden Konzept ihren Kampf gegen Korruption weiter verstärken und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Leitfaden anbieten, mit dem sie vorab prüfen können, ob eine versuchte Bestechung oder sonstige Beeinflussung vorliegt.

 

Die Richtlinien gibt es in zwei Varianten: Kompakt als Faltblatt und ausführlich als umfassendes Nachschlagewerk. Letzteres wird auch im hausinternen Intranet angeboten, unter anderem angereichert mit Musterschreiben zur Beantwortung von potentiell zwiespältigen Einladungen zu Veranstaltungen. Denn: Jede Zuwendung, die einen Wert von zehn Euro übersteigt, ist nach den neuen Richtlinien für die Angestellten und Beamten der Kreisverwaltung tabu. Ein Fehlverhalten von Mitarbeitern werde „sorgfältig, gründlich und unvoreingenommen untersucht und nötigenfalls auch geahndet, denn die Bürgerinnen und Bürger erwarten von uns saubere Arbeit“, unterstrich Landrat Marx den Anspruch an die Verwaltung. Wenn ein Beschäftigter sich auch nach Lektüre der Richtlinie unsicher ist, ob ein möglicher Interessenkonflikt vorliegt, kann er sich zukünftig auch an die von Marx benannten Korruptionsbeauftragten Eva Eckhardt und Ulrich Monz wenden. Die beiden Juristen ergänzen in ihrer neuen Funktion den bisherigen Weg über die Dienstvorgesetzten.

 

Der höchste politische Repräsentant im Landkreis, der als Personaldezernent auch die Verantwortung für die Beschäftigten trägt, betonte an dieser Stelle, dass man mit diesem neuen Richtlinienkonzept die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen und nicht verdächtigen wolle. Es gelte der alte Grundsatz: „Vorbeugen ist besser als nachsorgen“.

 

Abschließend lobte der Landrat die „hervorragende Arbeit“ der Projektgruppe um Eckhardt und zeigte sich sehr zufrieden. Nebenbei sei in den „vielen, vielen Sitzungen“ nach Gründung der Gruppe Wert darauf gelegt worden, dass man die Motivation hoch hält, die Gelegenheit für gegenseitigen Austausch anbietet und sich externen Sachverstand einholt. Marx: „Gründlichkeit ging hier eindeutig vor Schnelligkeit!“