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Landkreis ist auf dem Weg zur 100 Prozent-Erneuerbare-Energien-Region

Kongress 100ee Regionen 10152012

Ministerialrat Dr. Wolfhart Dürrschmidt (r.) überreicht Landrätin Anita Schneider die Anerkennungsurkunde als „100ee-Starterregion“. Mit dabei ist Dr. Manfred Felske-Zech, Sachbearbeiter Regionale Energiepolitik beim Landkreis Gießen.

Landrätin Schneider erhält Anerkennungsurkunde in Kassel


Landkreis Gießen/Kassel. Der Landkreis Gießen gehört nun offiziell zu den Regionen Deutschlands, die sich in besonderem Maße für den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen engagieren. Im Rahmen des 4. Kongresses „100% Erneuerbare Energie Regionen“ in Kassel überreichte Dr. Wolfhart Dürrschmidt, Ministerialrat im Bundesumweltministerium, Landrätin Anita Schneider im Namen von Bundesumweltminister Altmaier die Anerkennungsurkunde.

 

Zusammen mit dem Landkreis Gießen wurden in diesem Jahr zehn neue Landkreise, Städte und Gemeinden als Starterregion in den Kreis der deutschlandweit 132 „100ee-Regionen“ aufgenommen. Sie alle verbindet das Ziel einer Vollversorgung aus Erneuerbaren Energien. Der Landkreis Gießen hat sich zum Ziel gesetzt, Strom und Wärme bis 2020 zu einem Drittel und bis 2030 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen.

 

Dieses Ziel kann nur durch einen koordinierten Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen bei gleichzeitiger Verringerung des Energieverbrauchs erreicht werden. Im Jahr 2011 erhöhte sich die Stromeinspeisung aus erneuerbaren Quellen gegenüber 2010 um 50 Prozent auf 48 Gigawattstunden (GWh). Gleichzeitig konnte der Stromverbrauch um 3 Prozent auf 1.187 GWh gesenkt werden. „Ein Anfang ist gemacht“, fasst Landrätin Anita Schneider die Entwicklung zusammen, „aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“

 

Der Landkreis Gießen hat ein Integriertes Klimaschutzkonzept in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse im Sommer 2013 vorliegen werden. Trotz des eng gesteckten Zeitrahmens will Landrätin Schneider die Energiewende nicht überstürzen. „Eine nachhaltige Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen“, so Schneider, „kann nur auf Basis solider Verbrauchsdaten und Potenzialanalysen konzipiert werden. Die Fragen der Wärmeversorgung und der energieeffizienten Kraft-Wärme-Kopplung werden hierbei im Vordergrund stehen.“