Rechtsextremismus: Seminar zeigt versteckte Symbole
Den meisten Bürgerinnen und Bürgern würden sie nicht auffallen – und das ist ja auch so gewollt. Die Rede ist von geheimen Codes und Symbolen, die sich in der rechtsextremen Szene ausgebreitet haben. In einem Seminar des Jugendbildungswerks des Landkreises Gießen mit dem Titel „Das Versteckspiel“ werden gezielt diese verborgenen und unbekannten Erkennungsmerkmale näher beleuchtet.
„Jeder kennt das Hakenkreuz und weiß, was es bedeutet“, so der Jugendbildungsreferent des Kreises, Patrick Amend. Was viele jedoch nicht wissen, sei die verborgene und in der Regel nur Mitgliedern der Szene vertraute Geheimsprache und Symbolik der Rechtsextremisten. Als Beispiel führt Amend die Zahl 18 an, die für den ersten und den achten Buchstaben im Alphabet steht und somit das Kürzel „AH“ ergibt - die Initialen Adolf Hitlers. Insgesamt sind bereits über 120 dieser Zeichen bekannt und drücken eine verdeckte oder offene rechte Orientierung aus.
Das am 17. Mai in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr in den Räumen der Kreisvolkshochschule stattfindende Seminarangebot des Jugendbildungswerkes richtet sich speziell an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und zielt darauf ab, „mitreden“ zu können, um von den Jugendlichen auch ernst genommen zu werden. Neben Symbolen und Erkennungszeichen der rechten Szene stehen auch deren Präsenz in Mittelhessen – und insbesondere im Landkreis Gießen –, deren Cliquen, Kameradschaften, Treffpunkte und Musikbands, besonders im Blickpunkt.
Geleitet wird das Seminar von Michael Weiss vom Verein Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin. Die Kosten belaufen sich auf 15 Euro ohne Mittagsverpflegung. Anmeldeschluss ist der 9. Mai.
Für weitere Informationen steht Patrick Amend von der Jugendförderung des Landkreises Gießen unter der Telefonnummer 0641/9390-9212 oder per E-Mail an patrick.amend@lkgi.de zur Verfügung.








