Schuldezernent Fricke informiert: Elternhilfe gegen Sektenangebote |
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Hessisches KuMi bietet virtuell Ratschläge
Für Kreis-Schuldezernent Siegfried Fricke ist eine aktuelle Presseverlautbarung aus dem Hessischen Kultusministerium (KuMi)in Wiesbaden die Ausgangsbasis, um die heimische Bevölkerung über Nachhilfeangebote von so genannten Sekten und Psychogruppen zu informieren. Kultusministerin Karin Wolff hat nach seinen Worten veranlasst, Informationen zu Nachhilfe-Angeboten so genannter Sekten und Psychogruppen im ministeriellen Internetauftritt („www.kultusministerium.hessen.de“) unter der Rubrik „Eltern, Unterverzeichnis Rat und Tat“ aufzunehmen. Dort heißt es: „Diese Gruppierungen wollen auf Ihre Kinder Einfluss nehmen; mit scheinbar harmlosen Nachhilfestunden werden ganz nebenbei die Mitglieder von morgen geworben. Sie als Eltern können dazu beitragen, Ihre Kinder vor solchen Gruppen zu schützen.“
Als Orientierungshilfe werden konkrete Punkte aufgelistet, mit deren Hilfe Eltern seriöse Nachhilfeanbieter identifizieren können:
Organisation und Umfeld
Unterricht
Methoden und Ziele Das Kultusministerium empfiehlt ferner, Probestunden-Angebote von Nachhilfeinstituten nach Möglichkeit zu nutzen. Auch könnten sich Eltern eine schriftliche Erklärung geben lassen, zum Beispiel mit dem Inhalt, dass die Lernangebote des Nachhilfeanbieters weltanschaulich neutral sind, weder die Inhaber noch das dort tätige Personal nach umstrittenen Theorien oder Methoden – etwa des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard – arbeiten oder geschult werden, dass das pädagogische Personal keine Kurse und/oder Seminare nach dieser Technik besucht oder besucht hat und die Lehrmethoden Hubbards zur Führung des Nachhilfeinstituts abgelehnt werden.
Seriöse Nachhilfeinstitute hätten Verständnis für Fragen und Ängste von Eltern. Nach Einschätzung des Hessischen Kultusministeriums leisteten Nachhilfeanbieter in der Regel gute Arbeit, würden aber nicht staatlich überprüft, da jeder das Recht habe, Nachhilfeinstitute zu gründen und entsprechende Dienstleistungen anzubieten. Solange sich solche Institute nicht freiwillig zertifizieren lassen, werde die Qualität ihrer Arbeit nicht dokumentiert.
Für weitere Informationen weist das Kultusministerium auf die Sekteninformation und Selbsthilfe Hessen (SINUS), die Aktion für geistige und psychische Freiheit (AGPF) sowie die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin hin: www.sinus-ffm.de; E-Mail sinussekteninfo@sinus-ffm.de; Tel: 07 00/74 68 73 36 und Fax: 07 00/74 68 73 29. Auf der Homepage der Organisation finden Sie unter anderem eine Liste mit Beratungsstellen. Weitere Informationsmöglichkeiten: www.agpf.de sowie der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen unter www.ezw-berlin.de. |
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