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Landkreis Gießen verabschiedet und begrüßt künftige Patientenfürsprecher

Patientenfürsprecher 12.2011

Bildunterschrift:

Ehrenamtliches Engagement an der Schnittstelle zwischen Patient und Krankenhaus (v.l.): Dezernent Dirk Haas, Edith Nürnberger, Hans Fink, Gerda Faber, Dr. Klaus Becker, Brigitte Block und Claudia Zecher (Vorsitzende Sozialausschuss). Bild: Landkreis Gießen

Wer in einem Krankenhaus liegt, erlebt dies oft als eine sensible Zeit. Anders als im Alltag kann es schwerfallen, die eigenen Rechte zu vertreten. Für solche Situationen gibt es Patientenfürsprecher in allen heimischen Krankenhäusern. Diese sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie werden vom Kreistag des Landkreises Gießen gewählt, sind ehrenamtlich tätig, nicht weisungsgebunden und sie unterliegen der Schweigepflicht. Sie nehmen Verbesserungsvorschläge entgegen und sind vor Ort, wenn es Anlass zur Kritik haben. In einer Feierstunde wurden die drei bisherigen Patientenfürsprecherinnen und ein Patientenfürsprecher verabschiedet und die neuen begrüßt. Dabei herrscht Kontinuität, denn personell gibt es lediglich eine Veränderung.

 

„Wir sind eine Schnittstelle“, sagte Brigitte Block. Sie war und ist weiterhin die Patientenfürsprecherin für die Asklepios Klinik in Lich. Ihre ehrenamtliche Kollegin Gerda Faber ist für einen Teil des Universitätsklinikums Gießen und Marburg zuständig, Edith Nürnberger für den anderen sowie die Klinik Balserische Stiftung. Einen Wechsel gibt es in der Verantwortung der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Marburg-Gießen. Hans Fink gibt sein Amt als Patientenfürsprecher ab, das von Dr. Klaus Becker übernommen wird.

 

Dezernent Dirk Haas überreichte in Anwesenheit von Stabsstellenleiter Thomas Euler und der Vorsitzenden des Sozialausschusses, Claudia Zecher, die Urkunden zur förmlichen Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis und begrüßte die neuen, größtenteils bisherigen Patientenfürsprecher. „Zu 90 Prozent, kann man sagen, läuft das wirklich gut“, sagte Gerda Faber. Als unabhängige Einrichtung wurde die Tätigkeit des Patientenfürsprechers durch das Hessische Krankenhausgesetz als Ehrenamt geschaffen. Dies geschah aus der Erkenntnis heraus, dass überall, wo Menschen miteinander leben, sei es auch nur für eine begrenzte Zeit wie in einem Krankenhaus, Sorgen und Nöte entstehen oder sogar Gründe für Klagen und Konflikte ergeben können.

 

Das Amt eines Patientenfürsprechers ist eine Möglichkeit, derartige Probleme einem persönlichen Gegenüber anzuvertrauen. Als Mittler zwischen den Beteiligten besteht die Chance, zu einer Lösung zum Wohle aller Beteiligten beizutragen. Berufen werden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für die Dauer einer Legislaturperiode. Das Arbeitspensum ist dabei sehr unterschiedlich, wie Edith Nürnberger berichtete: „Es kann in einer Woche sein, dass kein Anruf kommt, in der nächsten sind es dann zehn und eine Woche später einer, der aber die gesamte Zeit in Anspruch nimmt.“

 

An die Stelle von Hans Fink tritt künftig der Sozialpsychiater Dr. Klaus Becker. „Wir sind gespannt auf Ihren ersten Jahresbericht“, sagte Dirk Haas abschließend. Die Aufnahme eines Erstkontaktes ist per E-Mail unter patientenfuersprecher@lkgi.de möglich.