Seminar weckte Interesse an Demokratie
Bildunterschrift:
Das Foto zeigt die Teilnehmenden mit Beate Böhm (links), Thomas Euler und Personalentwickler Thomas Knoblauch (Mitte hinten). (Foto: Kreisverwaltung Gießen: Nicole Fritz)
Vorschlag von Landrätin Schneider – Kreis-Azubis lernten mit Wahlverfahren umzugehen
Um die Auszubildenden (Azubis) der Kreisverwaltung Gießen mit dem seit zehn Jahren gültigen Hessischen Kommunalwahlrecht betraut zu machen, hatte Ausbildungsleiterin Beate Böhm im Auftrag von Landrätin Anita Schneider am Freitag (11-03-2011) alle drei Ausbildungsjahrgänge der Kreisverwaltung zu einem Fortbildungsseminar eingeladen.
Der Leiter der „Stabsstelle Büro der Kreisorgane“, Thomas Euler, führte durch das Seminar. Anhand einer CD der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung stellte er mit Beispielen die verschiedenen Möglichkeiten der Stimmabgabe (Listenstimme, kumulieren und panaschieren, streichen sowie die Kombination aus allen Varianten) vor. Dabei wurden auch die Auswirkungen der Stimmabgabe dargestellt und die großzügigen Ungültigkeitsregeln vermittelt.
Nach dem Vortrag wurden aus den Reihen der Teilnehmenden drei Wahlvorstände und ein Wahlausschuss gebildet, die die Wahl der „Gemeindevertretung der Gemeinde X“ mit fiktiven Listen simulierten. Nach dem Durchspielen der Stimmabgabe und dem Auszählen der Stimmen wurden abschließend das Wahlergebnis, die Sitzverteilung und die gewählten Kandidaten festgestellt.
Euler erläuterte, dass die Wählerinnen und Wähler für die Kreistagswahl im Landkreis Gießen insgesamt 81 Stimmen haben, für die jeweilige Gemeindevertretung oder Stadtverordnetenversammlung – je nach Wohnort – zwischen 23 (Allendorf an der Lumda und Fernwald) und 59 Stimmen (Gießen) und dann – falls Ortsbezirke gebildet sind – noch weitere Stimmen für die Ortsbeiratswahlen. Daneben stehe bei den Kommunalwahlen am 27. März 2011 auch noch eine Volksabstimmung über die verfassungsmäßige Verankerung der Schuldenbremse an.
Als Ziel dieses Seminars nannte der Leiter des „Fachdienstes Personal- und Organisationsentwicklung“, Thomas Knoblauch, dass das Interesse für diesen demokratischen Wahlprozess geweckt werden sollte. Zudem sollten die Azubis als Multiplikatoren agieren, um gegebenenfalls Familienangehörigen oder Freunden und Klassenkameraden das Wahlverfahren zu erklären. Für Euler sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Seminars potentielle Wahlhelfer geworden, denn es herrsche immer noch ein Mangel an ehrenamtlichen Hilfskräften für die anstehenden kommunalen Wahlen.








